Köln Marathon 2009

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Netto: 3:29:05Std. 1. Halbmarathon: 1:44:18Std. 4:56min/Km
Brutto: 3:36:40Std. 2. Halbmarathon: 1:44:48Std. 4:58min/Km
Gesamtplatz: 1167 Ges. Schnitt: 12,11Km/h 4:57min/Km
Platz in AK40: 272    

3:29:05Std.


URKUNDE

Der letzte Wettkampf der Saison 2009. Er sollte dieses Jahr in Köln stattfinden. Warum und wieso wir (Doc-Jö und ich) uns damals angemeldet hatten, wussten wir auch nicht. Nach der langen Saison und den vielen Wettkämpfen waren wir nicht sehr motiviert. Ich hatte nach der Mitteldistanz in Ratzeburg Ende August noch eine Woche auf Mallorca „geurlaubt" und anschließend nur sehr schleppend trainiert. Ich glaube es waren wohl nur 3 Läufe zwischen 16 und 22Km. Ich konnte mich einfach nicht mehr motivieren. Aber wir hatten uns angemeldet und so fuhren wir dann auch nach Köln.

Die Anfahrt zum Marathon:
Am Samstagmorgen gegen 10:30Uhr ging es auf die 430Km lange Strecke nach Köln. Ohne große Probleme erreichten wir Köln am Nachmittag. Ein geeigneter Platz zum Übernachten mit dem WoMo am Rhein mit Blick auf den Kölner Dom war schnell gefunden. Nach dem abholen der Startunterlagen schlenderten wir noch etwas über die Messe bevor wir dann am Abend unsere Kohlehydratportion in Form von Nudeln zu uns nahmen.

Der Wettkampftag:
KoelnerdomStart_Nr_KoelnDa der Start erst um 11:30Uhr erfolgte, fuhr Jörg am Sonntagmorgen noch schnell frische Brötchen holen und so gab es ein leckeres Frühstück mit Blick auf den Rhein. Das Wetter war leider nicht so schön. Starke Bewölkung und ca. 12° C bis 13°C. Gut 1,5Std. vor dem Start machten wir uns auf zu den Messehallen wo der Startbereich lag. 30min. vor dem Start gaben wir unseren Kleiderbeutel ab und gingen Richtung Start. Der Weg zum Startbereich war ca. 800m und uns wurde doch ein wenig kalt. Schnell wurde der Startbereich (ROT) gefunden und wir warteten auf den Startschuss. Der kam auch pünktlich um 11:30Uhr, nur leider nicht für uns. Wir mussten fast bis 11:45Uhr warten und weitere 4-5 Startschüsse über uns ergehen lassen, ehe endlich unser Startblock an der Reihe war.

 

Der Wettkampf:
Joerg_3Jörg und ich wollten es ruhig angehen lassen, da ich die letzten Wochen nicht so viel trainiert Im_Zielhatte. 5:20min/Km wollten wir laufen, was eine Zeit von ca. 3:45Uhr ergibt. Die ersten Km waren mal ganz anders als sonst bei einem Marathon. Wir liefen zwar nur über einen zwei Meter breiten Startbereich, aber danach hatten wir genug Platz zum laufen. Es ging die Deutzer Brücke hoch und wir überquerten schon auf dem ersten Km den Rhein. Als wir nach den ersten Kilometern auf die Uhr schauten stellten wir fest, dass wir ein KM Schnitt von 4:53min hatten. Eigentlich zu schnell, aber wir wollten das Tempo halten. Die Streckenführung war Klasse, es ging quer durch die Kölner Innenstadt und die Strecke war voll von Zuschauern die uns anfeuerten. Auf den ersten 21Km war wie imm
er nichts zu spüren und wir hielten unser Tempo wie ein Uhrwerk bei. Dann aber ging es langsam los. Die Beine wurden schwerer und die Motivation sank. Bei KM 31 hielt Jörg an der Verpflegungsstelle das erste mal an. Sein Rücken schmerzte zu sehr. Kein Problem, dann laß uns langsamer laufen, sagte ich. Jörg wollte mich allein weiterlaufen lassen, ich sollte ihn nicht beachten. Aber das wollte ich nicht. So liefen wir langsam weiter. Als ich mich nach einem weiteren Kilometer umdrehte sah ich Jörg hundert Meter hinter mir wieder gehen. Mist, ihn hatte es wohl doch mehr erwischt als er zugeben wollte. Aber noch langsamer, bzw. gehen konnte ich nicht und so zog ich wieder an. Ich schaute auf die Uhr und sah das ich den Marathon noch unter 3:30Std. laufen konnte. Das Motivierte mich noch mehr und ich lief jetzt einen Schnitt von 4:45min/KM. Ich hatte einen kleinen „Runners High". Ich überholte einen nach dem anderen und fühlte mich super. Dann aber hatte es mich doch erwischt. Zwischen KM 38 und 39 kam der Einbruch. Und er kam schnell. Die Beine waren auf einmal leer und ich hatte das Gefühl es nicht mehr zu schaffen. Ein erneuter Blick auf die Uhr zeigte mir dass ich aber immer noch ein Schnitt von 5min/KM lief. Das wird eng, dachte ich. Es waren noch 3Km zu laufen und ich war schon 3:15Std. unterwegs. Das hieß ich musste das Tempo halten, ja eigentlich noch etwas schneller laufen, um die < 3:30Std. noch zu schaffen. Als ich direkt am Kölner Dom vorbei lief, nun waren es nur noch 1500m, jubelten die Zuschauer und motivierten mich erneut. Aber kurze Zeit später kam erneut die Deutzer Brücke. Ich hatte es schon kurz nach dem Start gesehen und wusste was auf mich zu kam. Ich sammelte all meine Kräfte und „zog" mich die Brücke hoch. Oben angekommen ging es nun nur noch abwärts. Es waren ca. noch 500m bis zum Ziel und die Uhr zeigte 3:27:00Std. Ich gab erneut alles und war erstaunt, dass ich auf den letzten Metern noch einmal so „anziehen" konnte. Noch eine links Kurve dann sah ich das Ziel. Als ich einige Fotografen auf der Strecke sah, hatte ich sogar noch Zeit ihnen zuzuwinken. Dann hatte ich es endlich geschafft. Mein Blick galt zuerst meiner Uhr und die zeigte 3:29:15Std. Geschafft, ich hatte es tatsächlich noch geschafft. Dabei waren die letzten 3Km die Hölle, aber ich hatte es tatsächlich noch geschafft. Hätte ich hier und heute noch schneller laufen können, wäre ich den Marathon anders angegangen? Ich weiß es nicht, aber es war auch gut so. Da es doch recht kalt war und es langsam wieder anfing zu regnen, begab ich mich zu den Verpflegungsstellen. Eigentlich wollte ich auf Jörg im Ziel warten, aber es war einfach zu kalt. Ich ließ mir noch eine Folie zum wärmen geben und füllte meinen Flüssigkeitshaushalt wieder auf. Gerade als ich Richtung Messehallen gehen wollte, kam Jörg im Verpflegungsbereich an. Auch er sah ziemlich geschafft aus. Aber mit 3:39:58Std. hat auch Jörg noch eine super Zeit hingelegt. Wir nahmen noch ein paar Getränke an uns und gingen Richtung Messehallen wo wie wir uns frisch machten. Anschließend ging es zum WoMo und ab nach Hause.

Fazit: Jetzt wo der Marathon hinter uns liegt und wir die Innenstadt und „Kölner" kennengelernt habe, kann ich nur sagen „Schön das wir hier waren". Der Marathon ging kreuz und quer durch die Kölner Innenstadt, so dass an jeder Ecke hunderte von Zuschauern standen. Der Marathon in Köln ist zwar nicht so groß wie in Hamburg oder Berlin, aber mit der Stimmung kann Köln locker mit halten. Nur der Anfahrtsweg von über 400Km ist beschwerlich!

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