25. Ratzeburger Insel-Triathlon 2009

Mitteldistanz

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Platz Pl. AK
Name
AK
Swim
Bike
Run
Gesamt
74 (250) 19 (62)
Wittpohl, Wolfgang
TM45
0:41:14
2:39:59
1:30:28
4:51:42
137 (250) 35 (68) Oltmann, Jörn TM40 0:45:09 2:42:12 1:41:47 5:09:19
156 (250) 43 (68) Bantin, Jörg TM40 0:43:01 2:49:30 1:44:31 5:17:03
179 (250) 51 (68) Große, Jörn TM40 0:40.22 2:51:22 1:52:00 5:23:45
231 (250) 55 (62) Grzonka, Achim TM45 0:45:07 2:48:59 2:13:45 5:47:53
Tachoangaben:Strecke: 85,00Km; Zeit:2:39:29Std.; Schnitt:31,98Km/h; Max. 51,19Km/h

Ergebnis Gesamt Urkunde Ergebnis Altesklasse

Der Abschluss der Triathlonsaison steht unmittelbar bevor. Wie schon so oft ist Ratzeburg ein prächtiges „Pflaster" um die Saison ausklingen zu lassen. Für dieses Jahr haben sich außer dem „verrücktem Doc", mein ständiger Schatten beim Triathlon, 3 weitere „Freunde" für die Mitteldistanz angemeldet. Die beiden Trizebs Achim und Wolfgang sowie „Wuschel" ein Ex-Fussi-Kumpel von mir. Der Start der Mitteldistanz für die erste Startgruppe war für 7:30Uhr geplant. Ebenso hatten Jörg und ich es geplant schon einen Tag vorher mit dem WoMo nach Ratzeburg anzureisen. Leider war dies nach einem versuchten Diebstahl von meinem WoMo nicht möglich. Das stand in der Werkstatt! So fuhr ich früh am Sonntagmorgen gegen 5:15Uhr mit Jörg zum Inseltriathlon.100_6232Eine Stunde später, die Sonne hatte sich glaube ich noch nicht mal am 100_6233Horizont gezeigt, checkten wir unsere Räder in der Wechselzone ein. Das Wetter war zum Glück trocken, doch es hatte sich merklich abgekühlt nach den Gewittern vom Vortag. So hatten wir morgens gegen 6:30Uhr ca. 11°C Außentemperatur. Das Wasser allerdings hatte „kuschelige" 21°C. Kaum hatten Jörg und ich die Räder abgestellt erschienen auch schon die „Trizebs" Achim und Wolfgang und kurze Zeit später Wuschel. Zähneklappernd bereiteten wir unsere Wechselzone vor und zwängten uns in den Neo. Der Wind nahm langsam zu und der Küchensee lag nicht mehr so ruhig vor uns wie bei der Ankunft. Startschuss: ca. 150 Athleten liefen vom Strand aus ins Wasser. Das Wasser sprudelte nur so und ich mittendrin. Ja ich habe mich nicht wie immer nach ganz hinten gestellt, diesmal wollte ich sehen was geht. Die erste Boje die wir um schwimmen mussten lag ca. 200m vom Start entfernt. Als ich mich näherte wurde das Schlagen und treten immer schlimmer. Ich bekam einen Schlag auf den Kopf was mich nicht sonderlich störte. Nun war ich dran. Ich „prügelte" mich förmlich durch die Körper Massen voran. Das war fast schlimmer als in Frankfurt. Allerdings als wir die Boje hinter uns gelassen hatten war der Spuk so gut wie vorbei. Gut durchgekommen dachte ich und versuchte ein gleichmäßigen Rhythmus zu finden. Die Schwimmstrecke war sehr einfach. 1Km gerade aus hin und 1Km geradeaus zurück. Der Rückweg gestaltete sich wegen des auffrischenden Windes allerdings etwas schwieriger. Außerdem schwappten nun ab und an ein paar Wellen übers Gesicht und natürlich immer dann wenn man Luft holen wollte. Irgendwann war es dann aber geschafft. Ich hatte mit einer super Schwimmzeit gerechnet und war völlig Enttäuscht als ich auf die Uhr sah. Fast 45Min. war ich im Wasser. Also nicht viel schneller als letztes Jahr. Aber wie ich später hörte sollte war die Schwimmstrecke ein tick länger als letztes Jahr. Als ich mein Rad erreichte sah ich Achim und Jörg. Sie hatte gerade den Neo aus, waren also auch nicht viel schneller als ich. Das Rad von Wolfgang und Wuschel war schon weg. Ich wechselte schnell in die Radschuhe, zog noch einen Radpullover über, Helm und Brille auf uns los ging es. Jörg verließ ca. 50m vor mit die Wechselzone, während Achim immer noch dabei war die Radklamotten anzuziehen. Auf der Radstrecke schloss ich schnell zu Jörg auf und wir fuhren die ersten Kilometer „gemeinsam". Dann zog ich das Tempo ein wenig an und versuchte meinen Rhythmus zu finden. Der Wind hatte aufgefrischt und wehte rechte ordentlich über die windanfällige Radstrecke. Kurz bevor ich die erste Runde geschafft hatte, überholte ich Wuschel. Ich wünschte ihm noch viel Glück auf seiner ersten MD und fuhr an ihm vorbei. Als ich die erste Runde geschafft war, ich fühlte mich noch ganz gut, nahm ich etwas Tempo raus, schließlich waren ja noch die „Berge" auf der 100_6226Laufstrecke zu bewältigen. Nach etwas über 2,5Std. ging es dann zum 2ten Wechsel. Jörg und Wuschel waren nicht zu sehen. Ich stellte mein Rad neben dem von Wolfgang ab, er war natürlich schon längst auf der Laufstrecke, und schlüpfte in die Laufschuhe. Jetzt kam der schwierigste Teil. Nicht nur weil 21Km zu laufen waren, nein die Laufstrecke führte durch unebenes Gelände rund um den Küchensee mit 2-3 doch recht heftigen Steigungen. Wie immer laufen sich die ersten Km recht locker. Auch die Steigungen in der ersten Runde nahm ich noch ganz gut. Allerdings kündigte sich plötzlich bei Km 5 ein Krampf im Oberschenkel an. Wie konnte das sein? War ich zu schnell auf dem rad? Sofort nahm ich Tempo raus und lief den nächsten KM in 6min. Mein Oberschenkel erholte sich wieder und so konnte ich mich an eine 3er Gruppe heften und versuchte dran zu bleiben. Bis Km 12 lief alles gut. Leider hatte ich kein PowerBar Gel mehr und so musst ich mich mir Wasser und Iso fit halten. Die zweite Runde tat dann langsam weh. Die Steigungen schaffte ich nur noch mit Mühe. Dann passierte das was ich lange nicht mehr hatte. 2Km vor dem Ziel „sah" ich Ihn, den Mann mit dem Hammer ;-) Brutal entzog er meinen Beinen mehr und mehr Energie. Ich wurde immer langsamer und hatte schon Angst es nicht mehr laufend ins Ziel zu schaffen. Doch mein Wille Zwang mich weiter zu laufen und so ereichte ich doch noch laufend, aber erschöpft das Ziel. Auch wenn ich die 5Stundenmarke nicht knacken konnte war ich zufrieden mit mir. Das es allerdings noch so schwer auf der Laufstrecke werden würde hätte ich nicht gedacht. Keine 8 Minuten später kam Jörg ins Ziel. Er war freute sich besonders darüber das er auf der Laufstrecke nicht ein einziges mal gehen musste. Und darüber kann man auch Stolz sein, bei den Steigungen. Wuschel kam weitere 6 Minuten später durch Ziel gelaufen und hatte seine erste Mitteldistanz geschafft. Respekt Wuschel. Auch Achim schaffte es seine erste Mitteldistanz zu finishen. Das genau war sein Ziel und dies hatte er bravourös gemeistert. Ach ja einen hatte ich ganz vergessen. Unser Wolfgang. Er „spielt" in einer anderen Dimension. Einzig beim Radfahren konnte ich seine Zeit annähernd schaffen. Beim Laufen war er dann wieder eine Klasse für sich. Klasse Wolfgang wie machst du das nur?

Wolfgang_Lauf_3 Joern_Lauf_2 Joerg_1 Wuschel_Lauf_2 Achim_Lauf_3
Wolfgang: 4:51:42 Std. Jörn: 5:09:19 Std. Jörg: 5:17:03 Std. "Wuschel": 5:23:45 Std. Achim: 5:47:53 Std
Nachdem wir unsern Flüssigkeitsverlust wieder aufgefüllt hatten trennten wir uns. Jörg und ich wir ließen uns nach von den erstklassigen Masseurinnen und Masseuren die Beine durchkneten ehe wir uns auf den Weg nach Hause machten.

Fazit: Ratzeburg ist immer eine Reise Wert. Auch wenn es am morgen recht frisch war und man jedes Jahr über die Laufstrecke wegen den Steigungen mosert, ist es immer wieder schön beim Inseltriathlon teilzunehmen..

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