OstseeMan Glücksburg 2009

Mixed Staffel

Platz Pl. AK
Name Swim (Achim) Bike (Jörn) Run (Lena) Gesamt
69 - Achim / Jörn / Lena 1:24:34 5:36:35 4:31:49 11:32:59
239 73 "Doc" Jörg Bantin 1:18:54 5:52:18 4:24:06 11:35:19
 

Tachoangaben: 179,02Km; 5:34:53Std.; 32,07Km/h Schnitt; 55,82Km/h max.


Beste äußere Bedingungen

Ergebnisliste Gesamt  Ergebnisliste Staffel-Mix

 So nun waweb-OSRC1163r es soweit. Das Mixed Dream Team AJL ist beim OstseeMan 2009 gestartet. Wie leider schon check_inbekannt, ohne Anke. Am Freitagnachmittag fuhr ich mit Achim Richtung Glücksburg. Lena wollte am Samstag mit Jörg und ihren Eltern anreisen. Unsere verletzte Anke wollte trotzallem dabei sein und am Sonntagmorgen „anreisen".
Am späten Abend erreichten wird den Campingplatz in Glücksburg wo wir mit Platz Nr.9 ebenso einen schönen Platz wie letztes Jahr bekamen. Nach dem wir alle „Formalitäten" erledigt hatten, fuhren wir zur Pasta Party in die Rude Halle. Während wir lecker Nudeln aßen, eröffnete Reinhardt Husen offiziell den OstseeMan mit der Vorstellung der Vorjahressieger. Anschließend genossen wir noch die letzten Sonnenstrahlen des Tages am Strand.
Der nächste Tag begann so schön wir er aufgehört hatte, mit strahlendem Sonnenschein. Wir frühstückten draußen in der Sonne und fuhren anschließend die 30 Km Radstrecke ab. Ich kannte Sie schon, wollte aber Achim einen Einblick geben was auf ihn zukommt wenn er einmal hier starten möchte. Nach knapp einer Stunde waren wir wieder zurück und stellten fest das wir eine Marienkäferplage am Campingplatz hatten. Überall Marienis, zu tausende schwirrten Sie in der Luft rum (siehe Bildergalerie).So machten wir uns gleich weiter auf zur Wettkampfbesprechung. Hier wollten wir auch Lena und Jörg treffen. Auf der Wettkampfbesprechung gab es nichts neues, so dass Jörg und ich die Räder gegen 15:00Uhr eincheckten. Meine VIP-Fans waren in der Zwischenzeit auch eingetrudelt und wir trafen uns beim check in. Da alle Restaurants in Glücksburg ausgebucht waren, viel das gemeinsame Abendessen aus. Lena und Familie aßen im Hotel während ich für Schwesterchen, Andreas, Achim und mich ein leckeres Nudelgericht am WoMo zauberte. Nach einem gemeinsamen Eis am Abend gingen wir dann zeitig schlafen.

Der Wecker schreckte uns gegen 5:00Uhr hoch. Man hatte ich gut geschlafen. Ungewohnt, aber ich musste ja auch nur Rad fahren. Achim hatte nicht ganz so gut geschlafen, er war halt ein wenig aufgeregt, aber das konnte ich gut verstehen. Nach dem Frühstückt, so gegen 6:00Uhr, machten wir uns auf zum Start. Wir ließen uns unsere Startnummern auf den Oberarm schreiben, dann machte Achim sich langsam fertig während ich mich auf dem Weg zum Steg machte um gute Videoaufnahmen vom Start zu machen.
Gegen 6:30Uhr tauchten dann mein Frauchen, meine Mutter sowie Anke auf. Diese hatten sich schon um 4:00Uhr morgens in Hamburg auf den Weg gemacht und das Spektakel mit zu erleben und vor allem das Dream Team anzufeuern. Jörg sah ich leider nicht mehr vor dem Start, er wuselte irgendwo zwischen den ganzen Athleten herum.

Dann war es soweit, der OstseeMan 2009 begann.
Ostseemann_2009_b02Ich stand auf dem Steg und nahm das gigantische Schauspiel des Massenstarts auf Video auf. Nun hatte ich ca. 1:20Std. noch Zeit dann sollte Achim es geschafft haben. Ich ging zu meinem Rad und breitete alles soweit vor. Dann ging ich schnell zurück zum Strand um Achim und Jörg vom Strand aus zu filmen. Vor lauter Schwimmer konnte ich niemanden erkennen. Doch Schwesterchen erkannte Jörg dann doch noch und so konnte ich ihn für wenige Minuten filmen. Aber wo war Achim? Hatten wir ihn übersehen? Nein, kurze Zeit später hatte Anke ihn zwischen den vielen Athleten entdeckt. Es waren knapp 200m die Jörg vor ihm lag. Was war passiert? Ich hätte schwören können dass Achim schneller schwimmt als Jörg. Waren es doch die Quallen? ;-) Keine Ahnung. Ich musste mich jedenfalls nun langsam fertig machen. Im markierten Feld für den Staffelwechsel stellte ich mich auf und wartete auf Achim. Ich schaute auf die Uhr. 1:20Std. sind vergangen seit dem Start. Jetzt sollte er eigentlich langsam erscheinen. Ich hielt nervös Ausschau nach Achim als er plötzlich auftauchte. Völlig erschöpft und hustend versuchte Achim mir den Transponder zu übergeben. Vergeblich, so nahm ich ihm den Transponder ab und lief zum Rad. Wie sich später herausstellet, bekam Achim nach ca. 500m einen starken Schlag auf den Oberarm und konnte den Rest der Strecke mit dem rechten Arm nicht mehr kräftig durchziehen. Das erklärt wohl Achims Schwimmzeit.

 Das Mixed Dream Team Achim Jörn Lena

web-OSAS0616
Schwimmzeit 1:24:34 Std.

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Radzeit: 5:36:35 Std.

web-OSRE0044
Laufzeit: 4:31:49 Std.

Davon bekam ich allerdings nichts mit. Ich erreichte mein Rad und versuchte den Transponder am Arm zu befestigen. Vergeblich, es klappte einfach nicht. So nahm ich ihn in die Hand und lief mit meinen Rad zur Radstrecke. Ich stieg auf und fuhr los. Während der fahrt klappte es dann mit dem Trannachdemzieleinlaufsponder. Ich hatte mir keine großen Gedanken gemacht wie ich die 180Km angehen soll. So ich fuhr gleich zügig mit fast 100% los. Ich raste nur so an den anderen Athleten vorbei. Na ja die meisten müssen anschließend ja auch noch einen Marathon laufen dachte ich. Nach 12 Km hatte ich Jörg eingeholt. Ich schrie ihm noch zu das er super geschwommen sei und rauschte an ihm vorbei. Auf der Wendepunktstrecke sah ich Jörg wieder und ich hatte knapp 3 Minuten raus gefahren. Ich fuhr wie ein verrückter. Die erste Runde dauerte nur 51Minuten. Wow dachte ich, die letzten Jahre war die schnellste Runde 56Min. Nach der 2 Runde, diese dauerte auch nur 52Min., hatte ich schon 8 Minuten auf Jörg rausgeholt. Nach der dritten Runde, ich hatte nun ca.10Min. Vorsprung, war ich komplett leer. 90Km Vollgas, das war wohl doch zu schnell. Ich konnte kaum weitere Zeit auf Jörg gut machen. Die vierte Runde dauerte nun schon 56Min. und ich hatte das Gefühl keine 2 Runden mehr zu schaffen. Die 3 Anstiege in den jeweiligen Runden waren nun die Hölle. Meine Oberschenkel schmerzten wie noch nie zuvor, mein Rücken tat weh und ich konnte kaum noch auf dem Sattel sitzen. Eine Erfahrung ganz besonderer Art. Waren es wirklich nur die zu schnellen ersten drei Runden oder stecke doch noch der IRONMAN von Frankfurt vor 4 Wochen im Körper? Keine Ahnung, ich war jedenfalls völlig fertig und von meiner Leistung Enttäuscht als ich Lena den Transponder nach einer Radzeit von 5:34Std. übergab. Lena ging nun mit knapp 12Min. Vorsprung vor ihrem Mann Jörg auf die Laufstrecke. Reicht dies für das AJL Team? Wir werden sehen. Ich wartete noch in der Wechselzone auf Jörg und half ihm beim umziehen. Als er los lief rief ich ihm noch hinterher das er meine „Bestzeit" von 2008 von 11:45Std. locker schaffen könnte. Eine Zeit von 11:15Uhr war möglich. Dann muss aber eine Marathonzeit von 4Std. her. Als „Familie Bantin" auf der Laufstrecke war, ging ich duschen. Ich hatte jetzt gut 35 Minuten Zeit bis Lena wieder vorbeigelaufen kommt. Gerade rechtzeitig aus der Dusche sah ich Lena. Sie hat für die erste Runde knapp 50Minuten gebraucht. Wenn Sie weiter so läuft, wird es ein Zeit von etwas über 4 Std. Das wird knapp. Jörg erschien keine 5 Minuten nach Lena, hatte also schon 5Minuten in der ersten Runde gut gemacht. Wenn dasOstseemann_2009_b33 nicht zu schnell war. Ich rief Jörg noch zu er soll nicht so schnell laufen, was er aber glaube ich nicht mitbekam. Nach der zweiten Runde, Lena lief fast wie ein Uhrwerk, sah Sie immer noch sehr gut aus. Jörg hatte in der zweiten Runde keine Zeit mehr gut machen können und sah nun nicht mehr ganz so frisch aus. Wir alle die am Rand standen feuerten aber beide nach Leibeskräften an. In der Alle_ostseeman_09vorletzten Runde, es waren nun schon immerhin gut 32Km zurückgelegt, sah auch Lena nicht mehr ganz so gut aus. Sie hatte Probleme mit den Steigungen auf der Strecke. Auf dem Weg zum Ziel kam uns dann Jörg entgegen. Er tat mir unendlich Leid. Er war die Radstrecke wohl doch zu hart angegangen und hatte nun Krämpfe in den Beinen. Ich nahm ihn kurz in den Arm und sprach ihn gut zu. Sagte das er immer noch auf Bestzeitkurs ist und ich Respekt vor seiner Leitung habe. Glaubte aber nicht daran das er mich so richtig wahrgenommen hatte. Dann war er auch schon wieder an uns vorbei. In der letzten Runde hatte Lena wieder einen Vorsprung von gut 10Minuten auf Jörg rausgeholt und wir waren sicher vor Jörg im Ziel zu sein. Achim und ich warteten nun 200m vor dem Ziel mit Radhelm und Schwimmbrille bekleidet auf Lena. Als Sie erschien nahmen wir Lena in die Mitte und liefen alle drei gemeinsam ins Ziel. Wir hatten es geschafft, das Mixed Dream Team AJL ist im Ziel. Leider hatten wir unsere Zeit von unter 11 Std. nicht geschafft aber Jörg hatte es auch nicht geschafft uns zu schlagen. Er kam nur 3 Minuten nach uns ins Ziel. Jörg hatte sich in der letzten Runde noch einmal aufgerafft und Gas gegeben. Mit einer Zeit von 11:35:19Std hatte er meine „Bestzeit" beim OstseeMan gleich um über 14 Minuten unterboten. Respekt und Glückwunsch an den neuen „internen" OstseeMan Doc Jö Bantin!!!  Aber warte Doc, "DAS" lass ich nicht auf mir sitzen. Da Jörg und ich nächstes Jahr gemeinsam beim IRONMAN in Zürich starten muss die Revanche bis 2011 warten. Dann ist Achim wohl auch wieder dabei und dann hoffentlich über die volle Distanz. Nachdem alle frisch geduscht waren aßen wir alle (Fans und „Athleten") noch gemeinsam bei „Griechen" eher wir uns das Feuerwerk, dem offiziellem Schluss des Ostseemans, ansahen.

Fazit: Schön, einfach nur schön. Hätte ich nicht schon für Zürich gemeldet, ich denke der OstseeMan wäre wieder fällig. So wird mich Glücksburg wohl erst 2011 Wiedersehen, dann wenn ich versuchen
meinen „Titel" wieder zurück zuholen!

Bildergalerie

 

Video zum OstseeMan