ITT Ferropolis Triathlon 2010
  Mitteldistanz

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Start-Nr. Platz Platz AK
Name Swim
T1 Bike
T2 Run
Ges.
24 196 30 Jörn Oltmann 0:47:05 0:03:42 2:43:24 002:20 1:42:15 5:18:48

Tachoangaben: 90,81Km; Zeit: 2:44:22Std.; Schnitt:33,15m/h; Max. 44,31Km/h

Ergebnisliste URKUNDE


Der erste Triathlon in der Saison 2010 und schon geht es mit einer Mitteldistanz.los. OK nicht schlimm aber nach nur 30min schwimmen im Freiwasser, 2 Tage vor dem Start doch schon ein komisches Gefühl. Aber alles der Reihe.nach.

itt ferropolis triathlon 2010 2 20100606 2013013349Gemeldet hatte ich schon im Juni letzten Jahres mit der Hoffnung meinen verrückten Doc oder irgendjemand von den Trizebs begeistern zu können. Leider hatte dies nicht itt ferropolis triathlon 2010 14 20100606 2040953509geklappt und so machte ich mich gleich nach Feierabend am Freitag gegen 14:00Uhr auf nach Ferropolis. Die Straßen waren auf einem Freitagnachmittag natürlich sehr voll und so erreichte ich mein Ziel, nach mehreren kurzen Staus, erst gegen 19:00Uhr. Seit gestern schien die Sonne vom blauen Himmel und dies sollte auch über das ganze Wochenende so bleiben. Die „Stadt aus Eisen" wie man Ferropolis nannte machte ihren Namen alle Ehre. Eine beeindruckende Atmosphäre. Die Wechselzone lag mitten in der Arena umgeben von den gewaltigen Tagebaugroßgeräten. Nebenan keine 1000m entfernt, auf einer großen Wiese, standen mobile Toiletten und Duschen. Hier war ein temporärerer Campingplatz eingerichtet worden. Ich holte meine Startunterlagen ab und nahm eine große Portion Nudeln während der Pasta Party und Wettkampfbesprechung zu mir. Da der Bike Check in, wie bei einer Langdistanz, schon am Vorabend statt fand, machte ich anschließend mein Fahrrad fertig. Plötzlich tauch „ein Typ" neben mir auf. Es war Torsten P. aus Fulda. Einer der drei „verrückten" Triathleten die ich fast ein Jahr zuvor beim IRONMAN in Frankfurt kennen gelernt hatte. Wie klein ist doch die Welt. Nach einem kleinen „Klönschnack" checkte ich mein Rad ein und suchte mir anschließend ein ruhiges Platzchen für mein WoMo. Dann machte ich es mir gemütlich.

Der Renntag:

startnr ferropolis 2010Da der Start erst ab 11:00Uhr erfolgte, hatte ich morgens Zeit für ein ruhiges Frühstück und konnte mich ohne Stress fertig machen. Die ca. 1Km bis zum Start ging ich dann zu Fuß. Schon gegen 9:30Uhr war ich an der Wechselzone und bereitete diese wie immer akribisch vor. Dabei traf ich wieder Torsten, der unweit von meinem Rad auch seitt ferropolis triathlon 2010 28 20100606 2048691498ine Wechselzone vorbereitete. Das Wasser hatte nach offiziellen Angaben 16,4°C. Ich wollte mich unbedingt vorher einschwimmen und begab mich deshlb gegen 10:30Uhr an den Greminner See. Glasklar und ruhig lag er vor mir. Jetzt hatte ich noch ca. 40min. Zeit bis zum Start, Das Wetter war hervorragend, blauer Himmel und schon um die 22°C Lufttemperatur. Die Sonne brannte ganz schön vom Himmel. Ich zog meinen Neo an und begab mich ins kristallklare Wasser. Brrr, 16,4°C? Niemals!!! Aber was soll's, in 20 min. muss ich eh rein. Also zog ich ein paar „Bahnen". Die Kälte machte sich kurz im Gesicht bemerkbar dann ging es. Gegen kurz vor 11Uhr mussten wir alle das Wasserverlassen. Um 11:00Uhr war der Start der Profis der ziemlich „mager" ausfiel". Nur 8 Athleten, keinen davon kannte ich Namentlich, sprangen ins Wasser bevor die AK bis 44, dann die Frauen und zum Schluss die Staffel und AK ab 45 sich ins Wasser begaben. Unsere Startgruppe war nicht all zu groß, so das sich das „hauen und stechen" in Grenzen hielt. Da das Wasser doch sehr kalt war ging ich das Tempo sehr langsam an um den Puls nicht gleich in die Höhe schnellen zu lassen. Meinen Rhythmus fand ich erstaunlich schnell. Nur die „Geschwindigkeit" ließ zu wünschen übrig ;-). Die erste Boje die wir umschwimmen mussten kam schon nach 250m. Hier wurde es ein wenig eng. Dann ab zur nächsten Boje. Eigentlich keine große Herausforderung. War sie doch nur 300m gerade aus entfernt. Aber irgendwie schaffte ich es nicht diese Boje gerade anzuschwimmen. Immer wieder musste ich meine Richtung korrigieren. Als ich es endlich geschafft hatte auch diese Boje zu passieren, kam die nächste. Diese wiederum war kaum zu sehen. In 600m Entfernung ein kleiner roter Punkt. Auch hier hatte ich wieder Schwierigkeiten und musste x-mal korrigieren. Ich hatte einen starken „rechtsdrall" und hatte das Gefühl nicht den direkten Weg zunehmen. Nach ca. 30min spürte ich die Kälte langsam an den Füssen. Waren dies doch nach den Händen und Gesicht die einzigen ungeschützten Körperteile. Endlich hatte ich wieder festen Boden unter den Füssen und lief vorsichtig Richtung Wechselzone. Na toll, ein Blick auf meine Uhr zeigte 47min an. schöne Schei..., wollte ich doch nur knapp über 40 Minuten Schwimmen. Dann das nächste Dilemma. Dadurch dass ich kein guter Schwimmer bin und auch noch in der letzten Startgruppe stand, war die Wechselzone fast leer ;-( Aber das ist ja nichts Neues für mich ***grins***. Ich legt mein Neo ab, Helm und Brille auf, Startnummer um und los ging es. Ich war sehr gespannt auf die Radstrecke. Es ging heraus aus Ferropolis, rechts Richtung Oranienburg. Ich ließ es locker angehen und verpflegte mich erst einmal. Trotz des lockern Tempos zeigte mein Tacho 37Km/h an. Wow, entweder ich hatte die letzten Monate gut trainiert, oder ich fahre Bergab mit Rückenwind. Es war wohl eher letzteres, denn nachdem ich Oranienburg erreich hatte und rechts Richtung Schleesen abbog wurde es merklich anstrengender. Ich lag tief in der Aeroposition und ich hatte das Gefühl meine neue, gekrümmte Sattelstütze (der Sattel ist jetzt weiter vorn) erfüllte ihren Zweck etwas gemütlicher zu sitzen Es war wie itt ferropolis triathlon 2010 36 20100606 1451980167schon bei fast jedem Rennen, nachdem Schwimmen itt ferropolis triathlon 2010 25 20100606 1361525096überholte ich all diejenigen die zwar im Wasser besser sind aber an Land dann doch nicht. Die erste Runde (30Km) ging schnell vorbei. Die Radstrecke war einfach ein Traum. Gerade, sehr neu und ebene Strassen die teilweise durch Wälder verliefen und kaum 90° Kurven hatten. Nach der zweiten Runde bekam ich ein wenig Rückenschmerzen. Puh ein Glück keine Langdistanz. So waren es noch knapp 45Min bis zum zweiten Wechsel. Auf der Radstrecke passierte nicht mehr viel, so dass ich nach ca. 2:43min Radsplit auf die Laufstrecke wechselte. Hier waren 4 Runden a 5Km zu laufen. Die Laufstrecke führte direkt am See entlang und war bis auf wenige 100m vollständig asphaltiert. Jetzt spürte man wieder die brennende Sonne die vom Himmel schien. Ich wollte die ersten 10Km vorsichtig angehen und lief ein lockeres Tempo. Nach der ersten Runde ging es mir immer noch sehr gut aber ich blieb meiner Taktik treu, oder war es doch nur der Schweinehund der nicht wollte dass ich mich quälte? Als ich dann die Hälfte geschafft hatte, zog ich das Tempo ein wenig an. Es ging, keine Probleme. Nun überholte ich einen Läufer nach dem anderen, auch wenn der eine oder andere eine Runde Vorsprung hatte, was man an den Armbändern, die man für jeder Runde bekam, erkennen konnte. Es spornte mich trotzdem an. In der letzten Runde wurde ich dann noch etwas schneller. Als ich dann auch die letzte Disziplin geschafft hatte und nach endlosen 5:18:47Std. ins Ziel lief war ich ein wenig Enttäuscht. Die Schwimmzeit war miserabel, hatte ich doch die letzten Monate viel für das schwimmen getan. Nur Freiwasser war zu kurz gekommen. Lag es daran???? Auf dem Rad hätte ich vielleicht mehr machen können, aber wäre ich dann noch in der Lage gewesen mein Tempo von Runde zu Runde zu steigern?Beim Laufen war ich mal wieder zu ängstlich. Hier hätte ich wohl mehr erreichen können. Aber hätte , hätte ... Man muss es einfach mal tun und genau das werde ich. Die nächste und letzte Change vor dem IRONMAN in Zürich ist die Mittedistanz in Bad Bodenteich. Hier und genau hier muss ich versuchen meine Angst zu überwinden und mal Druck machen. Genau so wie ich es vor 2 Jahren beim HH-Marathon gemacht habe und meine Bestzeit gelaufen bin. Es muss einfach klappen!!!!

Nachdem Wettkampf und einer Dusche traf ich erneut Torsten der mit seinem WoMo direkt auf dem Ferropolisgelände stand. Wir saßen mit einigen seiner Kollegen noch bis spät Abends zusammen ehe ich mich in mein WoMo zurück zog. Früh am nächsten Morgen machte ich mich dann an die Heimreise.

Fazit: Wäre die Startgebühr nicht so hoch und die phantastische Location nicht soweit weg, wäre es wohl ein muss gewesen dort jedes Jahr wieder dabei zu sein. So aber werde ich Ferropolis wohl nur in Begleitung einiger verrückten Triathleten wiedersehen. Ist jedenfalls eine Reise Wert!!!!