22.04.2012 Virgin London Marathon

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Split

time diff min/km km/h
5K 00:23:44 23:44 04:45 12.65
10K 00:46:35 22:51 04:35 13.13
15K 01:09:43 23:08 04:38 12.97
20K 01:32:54 23:11 04:39 12.93
HALF 01:37:52 04:58 04:32 13.26
25K 01:55:33 17:41 04:32 13.25
30K 02:18:48 23:15 04:40 12.90
35K 02:42:31 23:43 04:45 12.65
40K 03:06:50 24:19 04:52 12.34

Zeit: 3:17:34Std.
(Platz 408. / 2890)

067 London 2012

So nun war es endlich da, das Wochenende mit dem zweitgrößten Marathon der Welt in London. Hatte ich es schon vor einem Jahr versucht und bin gescheitert, so hatte ich dieses Jahr Glück im Unglück. Eigentlich wollten mein „IRON-Brother“ Jörg sowie Lena und ihre beste Freundin Marthe, welche schon seit über 7 Jahren in London lebt, auch dort laufen Da aber die Startplätze über eine Lotterie vergeben werden hatten leider nur Marthe und ich das Glück. Wir hatten es uns so schön vorgestellt. Alle drei fliegen wir nach London, übernachten bei Marthe und verbringen ein schönes Laufwochenende. Nun stand ich da! Aber so lieb wie Lena (und Marthe) waren, durfte ich auch alleine kommen. Nein sogar mein „jüngster“ Steven, der unbedingt auch einmal London kennenlernen wollte, durfte mit.

Los ging es am Freitagmittag um 14:15Uhr mit dem Flieger gen London. Durch die eine Stunde Zeitverschiebung, landeten wir schon um 15:00Uhr auf dem Londoner Flughafen Heathrow. Wir wollten Marthe 028 London 2012gegen 17:00Uhr auf der Expo treffen. Kein leichtes Unterfangen dachte ich, da wir London einmal komplett mit der Bahn durchqueren und 2x Umsteigen mussten. Aber es war einfacher als wir dachten und pünktlich gegen 17:00Uhr trafen wir Marthe. Ich hatte schon Befürchtungen sie nicht zu erkennen, da ich Marthe nur von Bildern her kannte. Aber als ich sie sah, hatte ich sie gleich erkannt. Wir begrüßten uns herzlich und Marthe war mir sofort sympathisch. Nachdem wir die Startunterlagen abgeholt hatten und noch einmal über die Expo geschlendert waren, fuhren wir zu Marthe. Marthe wohnt in Woking, ein kleiner Ort außerhalb von London und so fuhren wir noch einmal eine gute Stunde mit der Bahn. Marthe wohnt mit ihrem Freund zusammen, der dieses Wochenende aber nicht zu Hause war. Die Wohnung war sehr gemütlich und nett eingerichtet und Steven und ich bekamen sogar ein eigenes Zimmer. Während wir uns frisch machten, kochte Marthe für uns alle lecker Essen. Nachdem auch das erledigt war, „skypten wir noch mit Lena & Jörg die ein wenig traurig in Hamburg geblieben waren, dann fielen wir kaputt ins Bett. Hatten wir uns doch für den Samstag ein strammes Sightseeing Programm auferlegt.

Gegen 8:00Uhr klingelte der Wecker und Marthe war so lieb und servierte uns noch ein leckeres Frühstück bevor wir zu unserer Sightseeingtour durch London aufbrachen. Von Woking ging es erst einmal zum Bahnhof London Waterloo mit der Bahn. Hier kauften wir uns einen Stadtplan und los ging es. Als erstes machten wir uns auf zur Themse wo das „London Eye“ stand. Eines der größten Riesenräder der Welt. Allerding war die Schlange so lang, das wir gar nicht auf den Gedanken gekommen sind uns anzustellen. Weiter ging es zum „House of Parlament“ wo auch der „Big Ben“ steht. Die Straßen waren schon ungewöhnlich voll. Ob es an dem Marathon an diesem Wochenende lag oder ob es immer so ist, konnten wir nicht sagen. Nachdem wir „Westminster Abby“ passiert hatten ging es in Richtung „St. James Park“ und „Buckingham Palace“. Hier war das Ziel des Marathons und es wurde schon kräftig aufgebaut. Durch Zufall hatten wir sogar einen Wechsel der Wachposten mitbekommen. Allerdings nicht direkt am „Buckingham Palace“ sondern an einem Nebengebäude. Trotzdem sehr witzig. Nachdem wir alles angesehen hatten, liefen wir zum „Piccadilly Circus“ und stiegen in die Tube Richtung „Green Park“. Hier in der Nähe sollte sich „Madame Tussauds“ befinden, das weltberühmte Wachsfigurenkabinett. Als wir dies erreichten und außen nur eine kleine Schlange sahen, beschlossen wir uns anzustellen. Leider hatten wir nicht gewusst das es im inneren noch ziemlich lang war, und so standen wir eine geschlagene Stunde in der Schlange. Aber es hatte sich gelohnt. Die Figuren sahen wirklich täuschend echt 056 London 2012aus und es gab weitere Attraktionen wie z.B. ein 4D Kino. Der ganze Besuch hatte dann gut 1,5 Std. gedauert und als wir das Wachsfigurenkabinett verließen wurde es Zeit etwas zu essen. Wir holten uns eine kleine „Pizza to go“ und stiegen erneut in die „Tube“. Diesmal hatten wir die „Tower Bridge“ als Ziel. Majestätisch verband Sie die beiden Ufer der Themse. Uns gefiel der Anblick so, dass wir uns einen Kaffee gönnten und uns in die ab und an scheinende Sonne setzen. Es war jetzt ca. 16:30Uhr und wir waren sichtlich geschafft. Allerdings hatten wir immer noch Hunger und so machte ich den Vorschlag das Hardrock Café von London einen Besuch abzustatten. Zum Glück hatte uns Marthe einen Reiseführer mitgegeben und so machten wir das Hardrock Café schnell in der Nähe des „Buckingham Palace“ aus. Das Londoner U-Bahnnetz kannten wir langsam und fanden schnell den richtigen Zug und das Café. Aber NEIN, auch hier standen Menschen an und man teilte uns mit, dass die Wartezeit ca. 45 Minuten betrug. Das war uns zu lang und wir beschlossen das Angebot von Marthe, Sie wollte erneut am Abend kochen, anzunehmen. So ging es zurück Bahnhof Waterloo und dann in die Bahn nach Woking. Gegen 19:00Uhr waren wir dann endlich zu Haus. Ich machte mich wie am Vortag frisch, während Marthe erneut das Essen zubereitete. Einmalig diese Marthe ;-). Während des Essens legten wir unseren Zeitplan für den Sonntag fest. Früh um 5:30Uhr mussten wir hoch. Kaputt vom heutigen Tag und mit dem Wissen morgen Früh aufzustehen, gingen wir alle kurz nach dem Essen schlafen!

Als der Wecker gegen 5:30Uhr klingelte war ich schon wach. Marthe war schon in der Küche und setzte gerade Kaffee auf. Wir aßen eine Kleinigkeit und tranken etwas Kaffee, dann mussten wir auch schon los. Steven durfte liegen bleiben. Er 078 London 2012wollte erst gegen 10:00Uhr in London sein. Als Marthe und ich den Bahnhof in Woking erreichten, verpassten wir fast den Zug. Nur unter lautem Geschrei konnten wir uns Aufmerksamkeit verschaffen und der Schaffner wartete auf uns. Uff, hätten wir doch sonst gut 45 Minuten warten müssen. Die Bahn war noch recht leer, füllte sich aber mit jeder Station die wir näher an London kamen. Am Bahnhof Waterloo mussten wir dann noch einmal Umsteigen und weitere 20min mit der Bahn fahren. Dann hatten wir fast geschafft. Noch ein 10min. Fußweg und wir waren im „blauen“ Startbereich. Die Uhr zeigte kurz nach 8 Uhr und es war noch sehr überschaubar im Starbereich. Marthe holte sich noch eine Kaffee dann setzten wir uns noch ein wenig in die Sonne und plauderten. Gegen kurz vor 9Uhr trennten wir uns. Ich gab meine Klamotten am Truck ab und stellte mich geduldig in die Warteschlange vor den Dixi Häuschen. Nach exakt 22 Minuten hatte ich es geschafft. Die Uhr zeigte nun 9:30Uhr und es wurde Zeit meinen Startblock aufzusuchen. Kaum hatte ich diesen erreicht, ging es auch schon langsam Richtung Start. Ich wurde für den 3 Startblock eingeteilt und so waren es keine 100m bis zur Startlinie. War es hier am 080 London 2012„blauen“ Start schon ziemlich voll, so graute es mir wenn die aus drei unterschiedlichen Startzonen geführten Strecken zusammen geführt wurden. Dann ging es los. Eine Bestzeit hatte ich mir nicht vorgenommen da ich meine Kamera dabei hatte um von der Strecke aus ein paar schöne Fotos zu machen. Allerdings wollte ich schon unter 3:30Std. bleiben. Als ich über die Startlinie lief und meine Stoppuhr aktivierte der erste Schreck. Meine Kamera ist mir aus der Halterung gefallen und lag, wie ich zum Glück gesehen hatte, 5m hinter mir. Nur versucht mal 5 Meter rückwärts zu laufen wenn ca. 15.000 Menschen dir entgegen kommen! Es war schon recht anstrengend aber ich hatte es geschafft und ergriff meine Kamera. Diese ließ ich nun während der gesamten Strecke nicht mehr aus meiner Hand. Die ersten paar Kilometer, pardon ich muss ja hier in Milen rechnen, waren eine einzige Katastrophe. Es gab sogar kurze Momente da mussten alle kurz gehen. Dann aber wurde es langsam leerer. Selbst als die Starts aus den unterschiedlichen Straßen zusammen geführt wurden, dies passierte übrigens erst nach 5Km!!, wurde es nicht viel voller. Ich hatte nun mein Tempo gefunden und lief ca. 7:30min/mile was in etwa 4:37min/Km entsprach. Die Stimmung an der Strecke war fantastisch und so fühlte ich mich auch. Absoluter Höhepunkt war das laufen über die „Tower Bridge“. Nicht nur das hier die Zuschauer in 5er oder 6er Reihen hintereinander standen, es war auch der Anblick der Brücke. Ich bekam Gänsehaut und konnte gar nicht so schnell auf den Auslöser meiner Kamera drücken. Kurz hinter der „Tower Bridge“ war die Hälfte geschafft und Steven wollte sich hier unter die Zuschauer mischen. Allerdings war es unmöglich ihn zu 096 London 2012erblicken. Als es in die „Doclands“ ging wurde es ein wenig ruhiger. Ich fühlte mich immer noch gut und genoss den Lauf in vollen Zügen. Gut 5Km vor dem Ziel wurden die Beine dann doch schwer und ich musste mich ein wenig zusammen reißen um das Tempo zu halten. Mit jedem Meter den ich nun dem Ziel näher kam wurde es wieder voller an den Seiten und die Zuschauer hektischer und lauter. Als ich die 40Km Marke passierte, schaute ich erneut auf meine Uhr und stellte fest, dass ich auf Bestzeitkurs war. Ich hatte aber nicht mehr den Willen noch einmal etwas an Tempo drauf zulegen (wofür auch, hätte ich dann von Anfang an machen sollen). So lief ich meinen Stiefel runter und am „Buckingham Palace“ vorbei ins Ziel. Hier wurde mir als erstes gleich der Zeit Chip abgenommen und dann gab es die verdiente Medaille. Das Wetter war immer noch schön allerdings im Schatten recht kühl und so suchte ich als nächstes den Wagen mit meinen Klamotten auf um mich warm anzuziehen. Dann rief ich Steven an und wir trafen uns kurze Zeit später am verabredeten Platz. Die Sonne schien immer noch vom fast wolkenlosen Himmel und so machten wir es uns auf der Wiese nahe dem Zielbereich gemütlich. Ich hatte mit Marthe verabredet, das wir bis 16:00Uhr warten um uns dann auf den Weg zum Flughafen zu machen falls wir nichts mehr von ihr hörten. Kurz nach 15:00Uhr zog dann der Himmel zu und es sollte nicht lange dauern dann fing es an zu regen. Zum Glück meldete sich Marthe noch und wir konnten uns von ihr verabschieden. Der Weg zur „Tube“ gestaltete sich dann schwieriger als erwartet. Eigentlich wollten wir am St. James Park in die Tube einsteigen, dies war aber fast unmöglich da wir die Laufstrecke überqueren mussten. Also beschlossen wir zum "Piccadilly Circus" zu laufen was uns ein weitere 20min Fußweg einbrachte. Es war nun schon 16:30Uhr durch und wir wollten gegen 17:45Uhr am Flughafen sein. Zum Glück fuhr die Tube vom "Piccadilly Circus" direkt zum Flughafen Heathrow, was allerdings wieder eine Stunde dauerte. Aber pünktlich gegen 17:45Uhr waren wir am BA Schalter und checkten ein, kurze Zeit später saßen wir im Flieger und das Unternehmen „Virgin London Marathon 2012“ war zu Ende.

 

Fazit: Einmalig!!! Das gesamte Wochenende, einschließlich der Bewirtung von Marthe war genial. Der Marathon war ein Highlight und die Stimmung an der Strecke um einiges größer als in Hamburg. Einzig und allein ein paar Bands die Musik und Stimmung auf der Strecke hätten machen können, fehlten. Auch das die letzten gut 200 Meter der Zielgeraden durch Zäune und Sichtschutz den Zuschauern die kein Ticket für die Tribünen gelöst hatten versperrt blieb war nicht schön. Ansonsten wird es aber ein Event bleiben an das ich mich noch lange erinnern werde.

Bilder vom London Marathon

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