2. Röhn-Radmarathon EXTREM in Bimbach

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001 Rhoen 2012Es ist das Pfingstwochenende und wo bin ich da? Klar Pfingsten fährt man nach Bimbach (in der Nähe von Fulda) zum Röhn-Radmarathon. Seit 4 Jahren nun schon fahre ich jedes Pfingstwochenende nach Bimbach zum Röhn-Radmarathon. Dieses Jahr allerdings zum ersten Mal NICHT allein. Timo, einen altern (jungen) Triathlon Kollegen konnte ich überzeugen mit zufahren. So ging es am Samstag um 14:00Uhr nach Bimbach. Ohne große Probleme kamen wir gegen 18:30Uhr dort an und stellten das WoMo auf der fast von Zelten und Wohnmobil überfüllten Wiese ab. Anschließend ging es zur Anmeldung und Abholung der Startunterlagen. Nachdem wir dies erledigt hatte, aßen wir uns erst einmal satt um dann der 45minütigen Vorstellung der Strecke zu lauschen. Da das Wetter für das gesamte Wochenende super sonnig und warm vorhergesagt wurde, war das Zelt voll und der Rad-Marathon zum ersten Mal ausverkauft. Die Strecke wurde gegenüber dem letzten Jahr ein wenig geändert, führte aber trotzdem wie im Jahr 2011 über insgesamt 10 Anstiege mit 4500Hm und ca. 238Km. Nach der Streckenvorstellung gingen wir noch ein wenig spazieren um uns dann rechtzeitig schlafen zu legen, klingelte der Wecker doch schon um 4:45Uhr am Morgen

Der „Renntag"

233,8Km; 9:04:05Std. reine Fahrtzeit; 25,78Km/h im Schnitt; 75,0Km/h max.; ~ 4300Hm

004 Rhoen 2012Als ich am nächsten Morgen die Augen öffnete und auf die Uhr sah, war es genau 4:54Uhr. Komisch hatten wir den Wecker nicht gehört? Nein ich hatte ihn aus versehen auf 5:45Uhr gestellt. Glück gehabt. Schnell kochte ich einen Kaffee und wir Frühstückten das nötigste um uns dann um die Räder zu kümmern. Start war zwischen 6:00Uhr und 6:30Uhr. Wie bei einer RTF gab es auch hier keine Zeitnahme und der Start war variable. Trotzdem starteten wohl fast alle gegen 6:00Uhr. Das Teilnehmer Limit für den Rad-Marathon, es wurden insgesamt 3 Strecken angeboten (170/205/238), lag bei ca. 2000 Startern und somit war es am Start recht voll. 002 Rhoen 2012003 Rhoen 2012Wir reihten uns im hinteren Drittel ein und dann ging es auch schon los. Das Wetter war leicht bewölkt aber angenehme 15°C. Timo und ich hatten beschlossen, zügig aber nicht allzu schnell zu fahren. Die ersten Kilometer war dies sowieso nicht möglich, da es viel zu voll auf der Strecke war. Nach und nach „lichtete“ es sich und wir kamen gut vorran. Der erste KP (Kontrollpunkt) kam nach ca. 43Km und war nur durch einen sehr leichten Anstieg zu erreichen. So kamen wir auch noch recht frisch am KP1 an. Kurzer Griff zu einem belegten Brötchen dann ging es gleich weiter. Zwischen dem KP1 und KP2 lagen nun drei Anstiege und diese waren auch gleichzeitig mit einer der schwierigsten. Der erste, die Ebersburg (689m) mit zwischenzeitlich 18% Steigung war recht kurz, aber knackig und hatte es in sich. Timo zog langsam an mir vorbei und erreichte den „Gipfel“ gut 100m vor mir. Als wir den "Gippfel" erreicht hatten, waren wir froh es geschafft zu haben. Danach ging es gleich wieder hinunter und hoch zum höchsten Punkt der Strecke, der Wasserkuppe (950m). Dieser Anstieg war lang aber nicht zu steil, so dass wir diesen recht gut „erklommen“ hatten. Hier oben legten wir schnell eine „Pinkelpause“ ein um anschließen in rasanter Abfahrt wieder nach unten zu rasen. Die Abfahrten waren noch immer recht kühl und so freuten wir uns das eine oder andere mal wenn es wieder ein kleines Stück bergauf ging. Nun kam der dritte Anstieg, es ging hoch zur Rother Kuppe (711m). Dieser Anstieg zog sich wie „Kaugummi“ hin. Er wollte einfach nicht enden. Nachdem dann auch dieser Berg geschafft war fuhren wir ein Stück auf der Hochröhnstraße bevor es wieder hinunter nach Fladungen ging, wo eine warme Mahlzeit auf uns wartete. Letztes Jahr war hier der 2te Kontroll- und Versorgunspunkt, heute war es der dritte und somit hatten wir schon mehr als die Hälfte der Strecke hinter uns gelassen. Gut gestärkt ging es erneut aufs Rad und von der anderen Seite aus zur Hochröhnstraße wieder hinauf zum Dreiländereck (760m). In Hilders teilte sich die Strecke zum letzten Mal und nun waren nur noch Radfahrer auf der Strecke welche die „extreme“ Tour fuhren. Das hatte zur Folge, das nun recht wenig Radfahrer auf der Strecke waren und wir verdammt gut aufpassen mussten um uns nicht zu verfahren. Aber genau das passierte! Ich hatte 013 Rhoen 2012einen kleinen „Schwächeanfall“ und Timo fuhr während dieser Zeit gut 400m vor mir, so dass ich einfach hinterher gefahren bin. Als dann die erste etwas größere Kreuzung kam und dort kein Hinweisschild für den Radmarathon zu finden war, ahnte ich böses. Auch war weit und breit kein Radfahrer mehr zusehen. Wir beschlossen trotzdem weiter zufahren und hofften das wir irgendwann wieder auf die richtige Route stoßen würden. So war es dann auch zum Glück. Wenige 100 Meter weiter sahen wir schon wieder eine Reihe an Radfahrern und so reihten wir uns wieder ein. Kilometermäßig, so stellten wir jedenfalls am Ende der Tour fest, war es keine große Abkürzung. Ob wir nun den einen oder anderen Höhenmeter weggelassen hatten, konnten wir nicht feststellen. Jedenfalls hatten wir den Kontrollpunkt 5 irgendwie verpasst. Als wir dann kurze Zeit am letzten Kontrollpunkt in Margretenhaun ankamen hatten wir es fast geschafft. Noch einmal Getränke fassen, Stück Kuchen essen und auf zu den letzten gut 30Kilometern. Dieses letzte Stück war ein reines flach Stück welches wir in einer Gruppe von gut 6-8 Leuten bewältigt hatten. Das Wetter war fast über die gesamte Zeit bewölkt aber angenehme 25°C warm. Nur auf dem letzten Stück kam die Sonne durch und wir waren froh diese erst so spät zu Gesicht bekommen zu haben, wurde es doch nun richtig heiß. Angekommen am WoMo stellten wir Räder ab zogen noch einmal die Laufschuhe an und trabten gut 10min um die Beine ein wenig zu lockeren. Danach holten wir uns unsere Urkunden und T-Shirts ab und gingen duschen. Nachdem wir uns noch einmal gestärkt hatten machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause, wo wir gegen 23:15Uhr ankamen!

Fazit: Bimbach ist immer wieder eine Reise Wert! Die Strecke ist fantastisch und die Organisation sowie die Verpflegung einmalig. Auch war es dieses Jahr sehr angenehm nicht allein fahren zu müssen. Ich denke Bimbach wird noch lange in meinem Terminkalender zu finden sein. Fürs nächste Jahr hat sich schon Wolfgang angesagt. Und vielleicht fahren wir ja dann sogar zu dritt in die Rhön.

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