11. Flensburger Pilsener OstseeMan Triathlon Glücksburg 2012

logo ostseemanw Platz (AK)
Name Swim
T1 Bike
T2 Run
Gesamt   GL Logo  
25 (8)  Timo Ziegenbein
1:11:57 0:02:59 5:02:16 0:02:06 3:28:37 09:47:52
67 (42) Jörg B./Achim/Volker
1:24:40 0:02:08 5:40:04 0:01:10 3:19:51 10:27:51
68 (10)     Jörn Oltmann 1:26:38 0:03:17 5:17:13 0:01:23 3:46:09 10:34:39
290 (18)  Thomas Rother 1:20:03 0:10:56 5:52:18 0:06:15 5:03:50 12:33:20

Nach dem Schwimmen: Platz 328; Nach dem Radfahren: Platz 85; nach dem Laufen: Platz 48

URKUNDE

Tachoangabe: Zeit: 5:17:26; Puls 137/151; 179,5Km; 33,9Km/h Schnitt; 54,7Km/h max.


Bilder zum OstseeMan

076 Ostseeman 2012Es war Anfang August und der Ostseeman rief wieder. Nach 2007, 2008 und 2011 ging es erneut über die volle Distanz in Glücksburg. Nach dem doch etwas missglückten Hitzerennen in Klagenfurt wollte ich es noch einmal wissen. Ich konnte ein paar Sportkollegen überzeugen beim Ostseeman mit zu machen und so hatten wir Ende 2011 drei Staffeln und vier Einzelstarter angemeldet. Übriggeblieben sind allerdings nur 2 Staffeln und 3 Einzelstarter. Wobei die Staffeln jeweils über die Staffelbörse mit einem Läufer „aufgefüllt“ werden mussten und Doc Jörg hatte Trainingsbedingt vom Einzelstarter in die Staffel gewechselt. Aber alles kein Problem, wollten wir doch ein schönes Sportwochenende verbringen. Die erste Staffel bestand nun aus Thomas W., Arndt B., und einem Läufer der mir nicht bekannt war und den ich auch nie gesehen hatte. In der zweiten Staffel startete Doc Jörg als Schwimmer, Achim G., und Volker ein Läufer aus der Staffelbörse. Als Einzelstarter waren Timo, Thomas R. und ich am Start.

Ich hatte mir den Freitag freigenommen um in Ruhe meine Sachen packen zu können und rechtzeitig los zufahren. So verließ ich die „Heimat“ gegen 14:00Uhr und „sackte“ auf dem Weg nach Glücksburg noch Timo ein, der mit mir mitfahren wollte. Ohne Probleme erreichten wir gegen 17:00Uhr Glücksburg. Timo setzte ich an seinem Appartement ab und ich fuhr weiter zu „Skalli“ und seinem Campingplatz „Schwennau“. Nachdem ich das WoMo in die Parkposition gebracht hatte und das Vorzelt aufgebaute hatte, fing es wie aus Eimern an zu schütten. Es sah aus als würde es nie wieder auf hören. Gegen 18:30Uhr erreichten dann auch Doc Jörg, Thomas W. und Kevin den Campingplatz. Ja mein Sohn war auch wieder dabei. Freut mich immer wieder ungemein wenn er bei meinen Wettkämpfen dabei ist. Kurz danach traf auch Timo ein und wir machten uns auf zur Rudehalle wo die Pasta Party statt fand. Anschließend bummelten wir noch ein wenig am Strand herum dann ging es ins Bett.

026 Ostseeman 2012010 Ostseeman 2012Als ich am nächsten Morgen das WoMo verließ um Brötchen zu holen, saß Thomas W. schon im Vorzelt, da er nicht mehr schlafen konnte. Wir frühstückten und klönten bis es fast 11:00Uhr war, als Timo plötzlich erschien. Ach ja hatte ich ganz vergessen, wir wollten gemeinsam eine kleine Runde in der Ostsee „Anschwimmen“ gehen. Das Wasser war ruhig, nicht kalt und so drehten wir eine kleine Runde und stiegen nach 15 Minuten wieder aus dem Wasser. Kurze Zeit später saßen wir erneut in der Rudehalle wo die Wettkampfbesprechung stattfand. Als diese nach ca. 1 Std. vorbei war und wir auf dem Weg zur Startunterlagenausgabe waren fing es erneut an zu regnen. Es war ein reines Wechselspiel zwischen Regen und Sonne. Am Nachmittag dann so gegen 15:30Uhr trudelten die letzten Athleten, Arndt, Achim und Thomas R. ein. Achim hatte seine beiden Söhne dabei und baute sein Familienzelt vom letzten Jahr wieder auf. Während Arndt sich in ein Minizelt verzog und Thomas R. es sich in seinem Kombi gemütlich machen wollten. Aber bevor es soweit war hatten wir noch eine Menge zu erledigen. Als ersten aßen wir den mitgebrachten Kuchen und „schlürften“ den lecker gekochten Kaffe von mir. Dann wurden die Startunterlagen durchwühlt und die „Rennmaschinen“ für den Check-In“ fertig gemacht. Nachdem wir auch den Check-In der Räder hinter uns gelassen hatten, suchten wir das Restaurant direkt an der Wechselzone auf und stärkten uns noch ein wenig. Der Tag neigte sich langsam dem Ende, als wir nach dem Essen noch ein wenig an der Promenade spazieren gingen und auf dem Campingplatz den letzten Schlafdrunk nahmen. Um 22:00Uhr langen dann alle im Bett. Kein Wunder klingelte der Wecker am nächsten Tag schon um 4:15Uhr.

Die Nacht verlief verhältnismäßig gut und ein wenig Schlaf hatte ich auch bekommen. Bis gegen 4:00Uhr morgens. Dann holte uns alle ein fürchterlicher Platzregen begleitet von einem leichten Gewitter aus dem Schlaf. Es regnete und regnet und schien nicht aufhören zu wollen. Es war schon 5:30Uhr und der Himmel schloss noch immer nicht seine Pforten. Wir wollten schon mit dem Neo zu Start laufen, als es plötzlich aufhörte zu regnen. An der Wechselzone angekommen, erstrahlte der Himmel im schönen blau und wolkenlos. So sollte es auch, ausser ein paar Schleierwolken, den ganzen Tag bleiben. Timo's Rad stand nur wenige Meter neben mir und so begrüßten wir uns früh Morgens in 599924 4345696448847 228546802 nder Wechselzone. Wie bei jedem Langdistanzrennen war die Anspannung der Athleten zu spüren und es lag ein „Aura“ der Anspannung über der Wechselzone. Nachdem das Rad bzw. die Wechselzone vorbereitet, der Kleiderbeutel abgegeben und alle „Geschäfte“ erledigt waren ging es zum Startbereich. Ich schwamm mich 5 min ein und empfand das Wasser, wie schon am Vortag als „angenehm“ und nicht zu kalt. Als ich mich zum Start aufstellte und die Hymnen der teilnehmenden Länder gespielt wurden traf ich noch Timo, Thomas W. und Doc Jö. Thomas R. sah ich leider nicht mehr. Dann ging es auch schon los. Einzige Änderung beim Schwimmen diese Jahr war die Richtung. Diesmal wurde im Uhrzeigersinn, sprich links herum geschwommen was die 90° Kurve am Steg entschärfen sollte. Dies ging allerdings voll in die Hose. Die erste Wendeboje kann nun schon nach ca. 200m und schon staute es sich und es ging nicht vor und zurück. Der Weg um die Boje war dann das reinste Chaos. Ich bekam Schläge auf dem Kopf und dem Rücken, Tritte in die Seite oder wurde sogar am Fuß festgehalten. Hätte ich nicht schon so viel Erfahrung, es wäre wohl noch schlimmer gekommen. Der nächste Streckenabschnitt war dann recht lang so das sich das Feld langsam auseinander zog und ich auch nun schnell meinen Rhythmus fand. Ich hatte das Gefühl gut voran zu kommen und fühlte mich a031 Ostseeman 2012uch in der zweiten Runde noch gut und hoffte auf eine neue Bestzeit beim Schwimmen. Aber wie so oft, war ich eine Täuschung unterlegen. Mit 1:26Sd. bin ich für meine Verhältnisse nicht sehr langsam geschwommen, ein super Zeit war es aber trotzdem nicht. Nun gut, ich bin mit dem Ziel hierher gefahren eine gute Zeit und möglichst unter 11 Std. zu laufen. Jetzt hieß es auf zur Aufholjag. Der Wechsel klappte schnell und unkompliziert und schon war ich mit meinem Zeitfahrrad auf der Strecke. Nun hieß es erst einmal Verpflegen und Ruhe bewahren. Die Radstrecke kannte ich mittlerweile aus dem „FF“ . Seit 2007 bin ich sie jedes Jahr gefahren, was heißt das ich nun die Runden 31-36 drehte. Die Straßen waren noch sehr Nass von dem Gewitter am Morgen, so dass ich gerade in den Kurven vorsichtig fuhr. Nun waren wir mit fünf Leuten auf der Radstrecke. Timo, der wohl schon fast eine halbe Runde Vorsprung hatte, so gut wie der Typ drauf ist, dann Thomas R. der sich wohl als guter Schwimmer vor mir aufhielt, sowie Arndt, Achim die, wie ich es aus der Wechselzone mitbekommen hatte, auch vor mir fuhren. Die erste Runde lief gut, allerdings hatte ich das Gefühl das wird heute nichts. Meine Beine „signalisierten“ mir nichts gutes. Als ich mich in der zweiten Runde befand, meldetet sich so langsam mein Rücken. Was schon nach knapp 50Km bekam ich Rückenschmerzen???? Das kann ja was werden dachte ich. Hatte ich den kompletten Wettkampf in Klagenfurt ohne jegliche Rückenschmerzen bestritten, traf es mich hier voll. Schon ab der dritten Runde musste ich immer wieder kurz aufrichten um meinen Rücken zu entlasten. Die Straßen waren mittlerweile trocken und so konnte man die Kurven nun risikoreicher und vor allem schneller nehmen. Irgendwann am Ende der dritten Runde hatte ich Achim eingeholt. Ein kurzer Gruß, weiter ging es. Der lange Anstieg kurz vor Glücksburg, sowie die Anstiege am VP1 und mitten in Glücksburg, kamen mir diese Jahr nicht so schwer vor. Konnte daran liegen das ich immer ein wenig Tempo raus nahm, aber Respekt hatte ich jedenfalls keinen mehr. Am Anfang der fünften Runden erreichte ich dann Arndt. Wir quatschten kurz, wobei ich den Eindruck hatte das Arndt sich auf einer Kaffeefahrt befand, so locker saß er auf dem Rad bzw. unterhielt sich mir mir. Dann zog ich an ihm vorbei. Jetzt waren es noch gut 45Km und Thomas R. hatte ich immer noch nicht gesehen. War er doch so schnell? Oder hatte ich ihn einfach übersehen? Bis zum Schluss auf der Radstrecke sah ich ihn jedenfalls nicht mehr. Als ich die Wechselzone erreichte wurde mir das Rad abgenommen und mein Laufbeutel wurde mir wenige Meter später gereicht. Helm runter Capi auf und Laufschuhe an, schon verlies ich die Wechselzone wieder. Meine Rückenschmerzen quälten mich immer noch, doch hörten sie eigentlich beim Laufen immer schnell auf. Ich passierte den Campingplatz, dort wo mein WoMo stand, aber es war niemand dort. Es ging am Campingplatz vorbei Richtung Wendepunkt der bei KM 2 lag. Hier war der erste Versorgungspunkt. Ich nahm einen Schluck Wasser und es ging zurück zum Campingplatz und weiter Richtung Schlosspark. Noch fühlte ich mich gut, nur meine Rückenschmerzen ließen einfach nicht nach. So schlimm und lange hatte ich diese noch nie. Ich ließ mich aber nicht aus der Ruhe bringen und beendete die erste von 5 Laufrunden. Plötzlich hörte ich meinen Namen. Thomas R. rief ihn, als er gerade aus der Wechselzone lief. Hm dachte ich, da hatte ich ihn wohl doch irgendwo überholt (wie sich später rausstellte, hatte ich Thomas in der Wechselzone 1 überholt). Wir wechselten ein paar Worte dann lief ich an Thomas vorbei. Als ich am Campingplatz vorbei lief, war dort großes treiben. Die Staffelradfahrer Achim und Arndt sowie der Rest der Truppe waren dort und machten die erste Laola. Dann ging es erneut Richtung Wendepunkt. Auf dem Rückweg kam mir plötzlich Timo entgegen. Mit konzentrierte Mine grüßte er kurz und lief zügig weiter. Wow dachte ich, der Type ist knapp 5 Min. hinter mir, hat aber schon eine Laufrunde mehr als ich. Ich wollte mich nicht überholen lassen und versuchte das Tempo zu erhöhen. Was ich aber schnell wieder ließ, denn mein Rücken sowie meine Beine hatten nun dan „Komando“ übernommen. Ich versuchte mein Tempo zu halten aber es kam mir vor als kroch ich dem Ziel entgegen. In der dritten Runde, es mag so bei Kilometer 20 gewesen sein, begleitete mich Doc Jörg ein Stück des Weges. Ich erzählte kurz von meinen „Wehwehchen“, den Rückenschmerzen, vom Oberschenkel „zwicken“ ach eigentlich von 549515 4345727569625 1824222581 njedem Körperteil. Davon wollte Jörg aber nichts wissen und trieb mich mit dem Spruch „Hey die Schmerzen sind nur in deinem Kopf, lauf weiter sonst trete ich dir in den A... Schöne wenn man solche Freunde hat ;-) Nein er hatte ja Recht und ich war froh in ab und an an meiner Seite zu haben. So schleppte ich mich Runde für Runde weiter. Timo kam jede Runde ein Stückchen näher, aber Überrundet hat er mich nicht. Die Beine wurden immer schwerer, aber ich zwang mich die „Steigungen“ trotzdem zu laufen. Nur an den VP's ging ich ein Stück um vernünftig zu trinken. Als ich in der fünften und letzten Runde auf die Uhr sah, stellte ich fest, das es eine Bestzeit werden könnte. Dies motivierte mich noch einmal und ließ die Schmerzen ein wenig vergessen. Dann war es endlich soweit. Ich lief in den Zielkanal ein und überglücklich es endlich geschafft zu haben ins Ziel. WOW, ich hatte es tatsächlich geschafft. Bestzeit. Aber um welchen Preis? Mir taten sämtlich Knochen und Muskeln weh, von meinem Rücken ganz zu Schweigen. Noch nie, aber wirklich noch nie hatte ich mich über eine so lange Zeit wie heute während eines Wettkampfes quälen müssen. Lag es an der Langdistanz vor 5 Wochen in Klagenfurt oder einfach nur weil ich Bestzeit gelaufen bin. Ich denke schon das der Wettkampf in Klagenfurt, auch wenn er schon 5 Wochen zurück liegt, ein bisschen Schuld daran hat. Außerdem bin ich nicht mehr der jüngste und die Regeneration dauert von Jahr zu Jahr immer länger. Nach dem Zieleinlauf holte ich schnell mein Kleiderbeutel und zog trockene Kleidung an. Anschließend trafen wir uns alle (fast alle, Thomas R. war ja noch auf der Strecke) im Zielbereich. Wir diskutierten ein wenig über den Wettkampf, dann holten wir die Räder aus der Wechselzone und gingen zum Campingplatz. Kurze Zeit später liefen Jörg und ich erneut zum Zielbereich und empfingen Thomas R. im Ziel. Abends saßen wir dann noch alle ein wenig zusammen, bevor es die meisten, bis auf Timo und seine Freundin, Glücksburg verließen und die Heimreise antraten. Kevin, Timo, Melanie und ich schauten wir schauten uns noch das Feuerwerk an, dann ging auch für uns der lange Tag zu Ende. Am nächsten Morgen traten auch wir die Heimreise an und das Kapitel Ostseeman 2012 war beendet.

Fazit: Ich kann mich nur immer wieder wiederholen. Glücksburg bzw. der Ostseeman ist immer eine Reise Wert. Auch wenn der Schwimmkurs im Uhrzeigersinn unglücklich gewählt war und die Versorgungspunkte auf der Laufstrecke schlecht verteilt waren, es hat wieder richtig Spaß gemacht. Wobei es wohl auch an den Leuten bzw. Athleten die mit mir zusammen gefahren sind gelegent hat. Für 2013 ist mal wieder eine Staffel geplant, dann aber nicht die Runden 37-42 auf den Rad, sondern mal den Marathon laufen. Schauen wir mal was die Zeit so bringt.

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