29. Airport Race 2012 in Hamburg
1:14:04Std.
Alterlauf Banner

Joern 2 AirportAirport Race. Der erste von drei Läufen des Hella Laufcup’s. Eigentlich hatte ich mich vor ca. 1 Jahr für den Hella Lauf Cup angemeldet um meine Zeiten von 2010 zu verbessern. Allerdings wusste ich damals noch nicht, dass meine Mallorca Reise direkt vor dem Airport Race liegt. Samstagnachmittag, gerade von der Mallorca Reise zurück, keine 24 Std. später auf dem Sportplatz des LSV (Lufthansa Sportverein). Das gute Wetter schienen wir von den Balearen mitgebracht zu haben. Blauer Himmel und Sonnenschein. Ich holte meine Startunterlagen ab und hatte anschließend noch ein wenig Zeit in der Sonne zu liegen. Dann gab ich meinen Kleiderbeutel ab und reihte mich in der Startaufstellung ein. 1:10Std. aus 2010 war zu unterbieten. Dies war heute aber mehr als unmöglich, nach der einen Woche faulenzen und Essen unter besten Bedingungen. Aber ich wollte mal schauen was geht. So stand ich relativ weit vorn beim Start und konnte ohne Probleme zügig loslaufen. Die Strecke ging, wie es der Name schon sagt, einmal rund um den Hamburger Flughafen. 10 Meilen bzw. 16,1 Km. Die ersten Kilometer liefen super und ich dachte schon es könnte doch noch eine gute Zeit werden. Dies wurde aber schnell zerstört, als ich den Kronstiegtunnel hinter mir gelassen hatte. Hatte ich die ersten 10 Kilometer fast nur Läufer überholt, so musste ich mein Tempo nun DRASTISCH reduzieren um es überhaupt noch ins Ziel zu schaffen. Reihenweise überholten mich nun die Läufer und ich hatte sogar schon den Gedanken kurz zu gehen. Und das bei einem Wettkampf von nur 16,1Km. Wow die Woche Urlaub hatte Spuren hinterlassen. Ich schleppte mich ins Ziel und war unendlich froh es geschafft zu haben. Die Zeit war für mich nur zweitrangig. Im Zielbereich traf ich noch kurz auf Heiko, der seinen Sohn bei seinem 1 Meilenlauf begleitete. Kurze Zeit später saß ich schon wieder im Auto und fuhr nach Hause.

Fazit: Der Lauf ist Klasse, wenn er denn nicht direkt nach einem Urlaub liegt. Nun bleiben mir 7 Tage um wieder einigermaßen fit zu werden um den Alsterlauf in Angriff zu nehmen.

Zur Homepage vom Veranstalter

Pressebericht:

29. Internationales Airport Race 2012

Staubwolken über dem Rekord-Teilnehmerfeld

airport aufmacher 2012Der Kalender sagt, dass der Herbst begonnnen hat – aber die Stimmung auf dem Lufthansa-Sportplatz sprach eindeutig für "Hochsommer". Zum 29. Airport-Race gab es – wieder einmal – Sonne ohne Ende, und wieder einmal war das Auftaktrennen zu den "Großen Drei" des hella Laufcup mit 3600 Meldungen für alle Läufe ausgebucht. Und hauchdünn gab es beim Hauptlauf nochmals einen "Finisherrekord" (Läufer im Ziel) – nicht schlecht für eine 28 Jahren alte Veranstaltung!

Ordentlich eingeheizt wurde nicht nur von der Sonne, sondern auch mit der Aufwärmgymnastik – fester Bestandteil des Laufes – und mit Livemusik von der Showbühne, nur für den Fall, dass das Adrenalin vor dem Startschuss nicht von selbst kommen wollte. Den Startschuss gab, nach „offizieller Startpistolenübergabe“ durch Ralf Behrens (Lufthansa-Sportverein) der neue Vizepräsident des Hamburger Betriebssportverbandes Erwin Rixen, den viele Läufer sicher noch als langjährigen Präsidenten des Hamburger Leichtathletikverbandes kennen. Was ihn zu der Bemerkung veranlasste, dass er sich heute (anders als früher) darüber freue, wenn der Betriebssportverband mehr Laufveranstaltungen im Programm habe als der Leichtathletikverband... Nach seinem Einsatz an der Startpistole (traditionell langschläferfreundlich erst um 11:00) dauerte es wieder volle sechs Minuten, bis das Starterfeld komplett auf der Laufstrecke einmal rund um den Hamburger Flughafen war. Hintendran, in aller Ruhe, fuhr Vermesser Detlev Matzen, um die Strecke mit einem Jones-Counter noch einmal nachzuvermessen, nur für den Fall – etwas augenzwinkernd - dass ein großer Rekord gelaufen würde (beim Alsterlauf war man tatsächlich mal nahe dran gewesen - die internationalen Regeln verlangen dann, dass die gelaufene Strecke dann noch einmal überprüft werden muss). Aber ein Rekord bei diesem Wetter? Das war dann doch unwahrscheinlich. Auch die internationale Elite ist beim Airport-Race, nun ja, nicht so stark vertreten. Wohl aber lokale und regionale Spitzenläufer, von denen einige auch gleich den ganzen hella Laufcup „mitnehmen“.
Während sich das Feld des Hauptlaufes um den Flughafen herum begab, gab es zwischenzeitlich ein kleines Jubiläum: Das Mini- Airport-Race hatte seine 10. Auflage – es gab limitierte Mini-Airport- Shirts - und bei den Starts zum 400m und 1 Meile- Rennen jeweils ordentliche Staubwolken zu knalligem Sonnenschein. Einen Augenblick lang konnte man glauben, nicht mehr auf einem norddeutschen Sportplatz, sondern irgendwo in der Steppe zu sein...

Nach 49 Minuten und 11 Sekunden, kurz vor High Noon, verstrich der Zeitpunkt des Streckenrekords von 1986. Die Sensation blieb aus. Der siegreiche Glückspilz war dann – trotz seiner „unglücklichen“ Startnummer 1313 - Oleg Rantzow vom TSV Kronshagen, Sieger 2010 und vorher vorsichtig als Favorit gehandelt, der vier Minuten später die Ziellinie überquerte. Fast zwei Minuten später traf Jens Tippner (fast-run.de) ein („war nur ein Trainingswettkampf!“, meinte er beim Schnellinterview im Ziel), der sich damit gleichzeitig in Führung für den hella Laufcup setzte und nochmal eine Minute später Andreas Vetter vom Hamburger Laufladen, der die Betriebssport („BSV“)- Wertung gewann.

Erste Frau: Anne Lupke, die hier zuvor noch nie die Gesamtwertung gewonnen hatte, aber die Kenner der Hamburger Betriebssportszene auf dem Radar hatten und die gleichzeitig erste „BSV“lerin wurde. Platz zwei (und die Führungsposition im hella Laufcup) ging an Jana Baum, die die meisten nicht auf dem Radar hatten, da sie erst seit kurzem für den Hamburger Laufladen „richtig“ dabei ist. Dritte wurde Kathrin Schippmann vom VfL Oldesloe, schon mehrmals auf den Top 3 Plätzen beim Airport-Race.

Alle bekamen bei der Siegerehrung Flugzeugmodelle - „bei ebay teuer gehandelt!“ (bei der Siegerehrung gab's aus dem Publikum den einen oder anderen neidischen Blick).