Anreise, Freitag 10.04.2015 (Run: 54:53min/11Km)

Morgens um 7:30Uhr ging es mit Doc Jörg Richtung Flughafen Hamburg. Thomas R. musste leider die Reise kurzfristig wegen Erkrankung absagen. Gut 8 Std. später trafen wir im Hotel Viva Blue in Playa de Muro ein. Kurzer Check-In dann ging es zum Supermarkt um den Kühlschrank zu füllen. Da wir noch etwas Zeit bis zum Abendessen hatten, lockerten wir die Beine mit einem 11km Lauf Richtung Alcudia auf. Anschließend machten wir uns über das leckere Büfett her.
Vor dem Schlafen gehen ging es dann noch mal durch die Straßen von Playa de Muro.

1. Tag Samstag 11.04.2015 (Bike:108,61KM, 1077HM, 4:13Std.)

01 RadtreckeHeute konnten wir unsere Räder abholen! Nachdem reichhaltigen Frühstück begaben wir uns zum P4110024Rad Shop direkt neben dem Hotel und holten unsere „Karbon Renner“ mit Ultegra Ausstattung ab. Feine Rennräder ausgestattet mit Tacho, Luftpumpe und Ersatzschlauch. TOP! Wir montierten noch unsere „Täschchen“, stellten den Sattel bzw. Lenker noch etwas ein und schon konnte es losgehen.
Heute war lockeres einrollen angesagt. Wir wollten auf kleinen Umwegen Richtung Cala Ratjada fahren und Elke, eine alte Bekannte von früher, besuchen. Um 10Uhr ging es dann los. Die Sonne schien, es war blauer Himmel aber mit 15°C doch etwas frisch, so dass man zumindest „oben rum“ in lang fahren musste. Schon in Can Picafort erwischten wir eine Radgruppe mit der wir die nächsten 10Km gemeinsam fuhren. Kurz darauf bog die Gruppe ab und wir waren auf uns allein gestellt. Bevor wir nach Cala Ratjada fuhren bogen wir noch einmal links ab und schauten uns das Dörfchen Betlem und Colonia de Sant Pere an. Hier war allerdings „Tote Hose“, aber wir wollten ja auch etwas von der Insel sehen. Anschließend ging es nach Cala Ratjada. Wir fuhren zum  Son Moll (der kleine Strand von Cala Ratjada), zur Cala Agulla und da wir noch etwas Zeit hatten, zum Leuchtturm von Cala Ratjada. Danach ging es ins „Memory“ und wir tranken mit Elke ein Tässchen Kaffee und plauderten über alte Zeiten. Am Nachmittag gegen 15:00Uhr ging es dann auf direktem Weg wieder ins Viva Blue nach Playa de Muro. Eine schöne und fast flache Ausfahrt, genau Richtig zum „Einfahren“. Bis zum Abendessen hatten wir noch ein wenig Zeit und so schaute ich mir noch den Wellness Bereich an und nahm gleich ein Saunagang mit.

2. Tag Sonntag 12.04.2015 (Bike: 136,4Km, 1966HM, 5:44Std. / Run: 52:59min, 11Km)

02 RadtreckeEs war noch schummrig als heute der Wecker gegen 6:45Uhr klingelte. Ein lockerer Lauf vor dem Frühstück P4120119stand auf dem Programm. Das Wetter, wolkenlos aber frische 10 Grad am frühen morgen. Wir liefen auf fast leeren Straßen bis zum Jachthafen von Alcudia. Unterwegs sahen wir einige spanische Jugendliche die wohl gerade aus der Diskothek kamen. Der Ort Alcudia selbst war noch fast Menschen leer. Am Jachthafen drehten wir um und liefen so lange es ging direkt an der Strandpromenade zurück zum Hotel. Knapp 60min waren wir für die 11Km unterwegs. Im Hotel angekommen, ging es unter die Dusche und anschließend zum sehr reichhaltigen Frühstück. Da wir etwas Zeit bis zur Radausfahrt hatten genossen wir das reichhaltige Angebot weit über eine Stunde um uns anschließend noch an den Pool zu legen.
Die Radausfahrt starten wir dann gegen 11:00Uhr. Wir wollten über Muro, Sa Pablo und Polenca zum Cap Formetor fahren. Als wir jedoch durch Sa Pablo fuhren, überkam mich das Gefühl das die Strecke vielleicht doch etwas zu kurz wäre und wir beschlossen noch einen Umweg über das Kloster Llucc zu nehmen. Die erste Bergprobe für meinen „Bio-Doc“. Wir fuhren also Richtung Inca und nahmen Kurs auf das Kloster. In Caimari war es dann soweit. Die Serpentine lag vor uns. Wir zogen uns unsere Windjacken aus dann machte sich jeder für sich auf den Weg nach oben. Wir waren P4120116natürlich nicht die einzigen Radfahrer auf der Insel und somit war die Straße recht voll. Die Autofahren waren allerdings, anders als in Deutschland, sehr rücksichtsvoll. Meine Beine fühlte sich gut an und ich überholte einen Radfahrer nach dem anderen. Ich kannte die Strecke aus dem Jahre 2011 und wusste im Gegensatz zum „Doc“ was auf mich zukam. Trotz allem erreichte ich mit etwas schweren Beine die berühmte Tankstelle oben an der Abzweigung zum Kloster Llucc. Dort stelle ich mein Rad ab und wartete auf Jörg. Dieser kam etwa 10min später ziemlich erschöpft oben an. Wir stärkten uns mit einem Riegel und fuhren anschließend weiter zum Kloster Llucc. Hier blieben wir aber nur kurz, da wir ja noch zum Cap de Formentor fahren wollten. Also ging es nun in rasanter Abfahrt hinunter nach Port Polenca wo wir links abbogen und uns erneut einem Anstieg entgegen sahen. Oben am Mirador Es Colomer angekommen, hier standen viele Autos und Busse, mussten wir erst einmal verschnaufen. Hier oben führte noch eine schmale Straße weiter hoch zu einem alten Leuchtturm, dem Talaia d'Albercutx. Ich wollte mir diesen natürlich mir ansehen, doch Jörg winkte ab. So fuhr ich die ca. 1,5 Km lange Steigung hoch zum Leuchtturm allein mit dem Rad hinauf. Hier oben hatte man eine fantastische Aussicht. Als ich nach ca. 30min wieder zurück war, berichtete ich von meiner Aussicht und einer wunderschönen Bucht. Auch Jörg hatte sich ein wenig erkundigt und man meinte das sich die Abfahrt lohnte und es nur ca 5Km sind. So beschlossen wir weiter zu fahren um uns das ganze anzusehen. Unten in der Bucht angekommen waren wir nicht ganz so angetan. Eine Bucht, aber soooo schön??? Auch wunderten wir das viele Autos und Radfahren links die Straße weiter fuhren. Um nicht doch noch etwa zu verpassen fuhren auch wir die Sackgasse weiter. Ohne dem Wissen das wir uns direkt zum Leuchtturm und dem Cap Formentor begaben. Es ging noch einmal ein ordentliches Stück bergauf bis wir nach einer linkskurve den Leuchtturm sahen. Wow was für ein Anblick. Hatten wir doch den alten Leuchtturm, Talaia d'Albercutx für das Cap Formentor gehalten. So aber gab es noch ein leckeres Stück Kuchen und einen Kaffee direkt am Leuchtturm von Cap Formentor. Selbst Ziegen liefen hier im Außen Café wild umher und suchten nach essbaren. Nachdem der Kuchen verspeist und die Kaffeebecher leer waren, machten wir uns auf den Rückweg. Dieser war bis auf den kurzen Anstieg von der Bucht hoch zum Mirador Es Colomer sehr locker zu fahren. Wir fuhren durch Port de Polenca entlang an der Bucht von Alcudia und waren gegen 17:30Uhr nach einer eigentlich nicht so lang geplanten Radausfahrt wieder im Hotel. Hier dann wieder dasselbe Ritual, duschen und ab zum Abendessen die Kohlenhydratspeicher wieder auffüllen. Denn morgen erwartete uns die Königsetappe!!!!

3. Tag Montag 13.04.2015 3. Tag (Bike: 222,3Km, 3769HM, 9:13Std.)

03 RadstreckeHeute stand die Königsetappe auf dem Programm. Eigentlich hatten wir geplant uns mit den Rädern vom Hotel aus nach Andratx fahren zu lassen um P4130142von dort aus mit den Rädern über das gesamte Serra de Tramuntana Gebirge zu fahren. Leider hatte sich vor Ort dann doch niemand gefunden der uns mit den Rädern nach Andratx fuhr und so beschlossen wir kurzer Hand die gesamte Strecke zu fahren. Allerdings wollten wir erst die Berge fahren um dann anschließend relativ flach wieder heim zu fahren. Um die ganze Strecke auch während die Sonne scheint zu schaffen, ging es gleich morgens nach dem Frühstück gegen 9:00Uhr los. Diesmal fuhren wir Richtung Port de Polenca um das Kloster Llucc diesmal von der anderen Seite zu erklimmen. Das Wetter, wie man es kennt auf Mallorca, Sonne satt und langsam wärmer. Am Anstieg zum Kloster Llucc viel Jörg dann etwas zurück, da jeder sein eigenes Tempo bei den Anstiegen fuhr. Was aber kein Problem war, da ich oben immer auf ihn wartete und die Wartezeit von Tag zu Tag kürzer wurde. Wir erreichten die berühmte Tankstelle, bogen rechts Richtung Sa Calobra ab und es ging weiter bergauf. Wir versuchten so wenig Pause wie möglich zu machen, da wir nicht genau wussten wie lange wir über die Berge nach Andratx brauchten. Hier oben im Tramuntana Gebirge ging es immer hoch und wieder runter. Kaum mal ein flaches Stück. Nach einiger Zeit erreichten wir die Kreuzung nach Sa Calobra. Hier war ein kleiner Kiosk der mit Radfahrern überflutete war. Wir hielten aber nicht an sondern fuhren weiter und erreichten kurze Zeit später nach einem Tunnel den Torrent de Gorg Blau, ein Stausee hoch oben im Gebirge. Hier gab es entlang des Sees eine etwas längere flache Etappe bevor es P4130151hoch zum Puig Major, den höchsten Berg Mallorca ging. Hier ging es dann noch einmal richtig zur Sache. Ein längerer und recht steiler Anstieg zum Puig Major. Eine kleine Gruppe von Radfahren überholte mich am Anfang des Anstieges und ich versuchte dran zu bleiben was mir ganz gut gelang. Nach kurzer Zeit setzten sich 2 Radler ab während die anderen zurück vielen. Ich konnte den Anschluss an die beide Ausreißer auch nicht halten, setzte mich aber ebenfalls von den andern ab. Bis zu einem Punkt wo ich unbedingt anhalten musste um mal wieder ein paar Fotos zu machen. Oben am Gipfel wartete ich dann auf Jörg, der kurze Zeit später ankam. Nun stand uns eine 12,5Km lange Abfahrt nach Sòller bevor. Kurz die Windjacken übergezogen fuhren wir erneut durch einen Tunnel und hatten wir freien P4130212Blick aus über 800m auf Sòller. Ein atemberaubender Anblick. Es ging in rasender Geschwindigkeit die nicht ganz so engen Serpentine herunter. Es hörte einfach nicht auf. Jörg war überwältigt von der Abfahrt. Als wir nach endloser bergabfahrt endlich unten in Sòller ankamen zogen wir uns die Windjacken aus und sofort ging es wieder bergauf. Der erste Teil über das Tramuntana Gebirge war geschafft. Nun ging es über Deija Richtung Valldemossa. Auch hier ging es hoch und runter, allerdings hatten wir hier oft einen super Ausblick aufs offene Mittelmeer. Kurz vor Valldemossa kehrten wir dann doch in ein kleine Cafè ein um uns mit Cola ein wenig zu stärken. Hier in der Sonne und im Windschatten war es kaum auszuhalten, während es auf dem Rad angenehm kühl war. Nun kam ein etwas längeres Stück welches nicht ganz so schön war, da es nicht an der Küste entlang ging und ziemlich trist war. Erst in Banyalbufar wurde die Strecke wieder sehr schön. Für Jörg wurde es nun langsam schwer. Er befragte nun sogar schon einen spanischen Bauarbeiter wie weit es denn noch bis Andratx wäre. Es folgte noch ein etwas längerer Anstieg dann ging es erneut in rasender Geschwindigkeit die Abfahrt nach Andratx hinunter. Es war mittlerweile kurz nach 16:00Uhr und wir hatten gerade mal 140Km auf dem Tacho. Das könnte eng werden, da nun zwar eine recht flache Etappe vor uns lag, aber immerhin noch gut 80-90Km. Es ging nun Richtung Palma und mit der Ruhe war es erst einmal vorbei. Wir fuhren auf einem Radweg in Nähe der Autobahn und durch kleine Touristen Orte wie Cas Catala und Cala Major nach Palma. Hier fuhren wir direkt am Hafen und der Kathedrale vorbei um dann endlich Palma und die viel befahrenen Straßen zu verlassen. Es ging mit etwas Rückenwind zügig über Binisalem, Inca und Muro zurück ins Hotel welches wir gegen 19:55Uhr erreichten. Gerade noch rechtzeitig um zu duschen und das Abendessen nicht zu verpassen. Jetz haben wir aber unseren Ruhetag morgen wirklich verdient!!!

4. Tag Dienstag 14.04.2015 (Stabi: 45min / Openwater Swim: 20min)

P4100011Heute war Ruhetag und somit konnten wir ausschlafen. Erst gegen 9.00Uhr erschienen wir am Frühstücksbuffet. Anschließend lagen wir den gesamten Vormittag in der Sonne am Pool und genossen die Wärme der Sonne. Nach einer kurzen Rumpfstabi Einheit gingen wir dann noch am frühen Nachmittag mit dem Neo im Meer schwimmen. Es war katastrophal. Es war zwar windig und erheblicher Wellengang aber nichts was wir nicht kannten. Trotzdem war an einem vernünftigen Schwimmen nicht zu denken. Es lag wohl daran das wir lange nicht mehr im offenen Wasser geschwommen sind und so ging es nach 20min wieder hinaus und erneut an den Pool. Ein angenehmer Tag, genau richtig zur Erholung.

5. Tag Mittwoch 15.04.2015 (Swim: 1Std. 1,8Km / Bike: 123,5Km, 1120Hm, 4:36Std. / Run: 30min, 7Km)

05 RadstreckeHeute klingelte der Wecker erneut gegen 6:45Uhr. 1 Std. Schwimmen im 25Meter Pool war heute früh angesagt. P4150225Ich hatte die Nacht über nicht besonders gut geschlafen und hatte leichten Husten und Halsschmerzen. Trotzdem begaben wir uns in den Pool. Die Sonne war noch nicht aufgegangen als wir in den beheizten und leicht dampfenden Pool stiegen. Das Wasser hatte ca. 28Grad während die Luft am frühen Morgen um die 12 Grad hatte. Wir waren nicht allein. 3 weitere Schwimmer zogen ihre Bahnen. Heute stand das Techniktraining im Vordergrund. Es war sehr angenehm im Wasser und die Einheiten machten richtig Spaß. Nach einer Stunde hatte wir alle Einheiten geschafft und standen nach einer Dusche gegen 8:30Uhr am Frühstücks Büfett. Als Radeinheit stand heute eigentlich erneut eine Fahrt zum Kloster Llucc auf dem Programm. Da wir aber morgen nach Sa Calobra fahren wollten und erneut das Kloster passieren mussten, planten wir schnell um und entschieden uns für ein flache Etappe Richtung Cala Milor. Kurz nach 10:00Uhr machten wir uns dann auf. Es ging wie am ersten Tag über Can Picafort nach Arta. Hier pfiff uns der Wind nur so um die Ohren. Im Hotel hatten wir nicht bemerkt wie stürmisch es war und so schlichen wir langsam die Staße entlang. Man solch einen Sturm hatte ich lange hier nicht erlebt. In Cala Milor angekommen, der Wind hatte sich zum Glück ein wenig gelegt, ging es nun einige Kilometer an der Strandpromenade entlang wo wir in Porto Cristo einen kurzen Cafè stop einlegten. Anschließend ging es im Landesinneren über Felanix, Petra und Santa Magalida zurück ins Hotel. Auch wenn wir zurück durch das Landesinnere fuhren, waren es fast Auto arme Straßen mit netten kleinen Ortschaften. Im Hotel angekommen zogen wir uns schnell die Laufsachen an um den Tag mit einem zügigen 7Km Koppellauf abzuschließen.

6. Tag Donnerstag 16.04.2015 (Swim: 1 Std. 2,1Km / Bike: 118,9Km, 1984HM, 5:15Std.)

06 RadstreckeDas Wetter am heutigen morgen sah nicht so schön aus. P4160270Dichte Wolken überzogen den Himmel als wir gegen 7:00Uhr in das 25 Meter Becken stiegen. Heute war hier schon etwas mehr los, so dass alle 5 Bahnen belegt waren. Neben einigen Technikeinheiten war heute mehr Ausdauer gefragt. Aber auch diese Einheit hatte wir nach einer Stunde erledigt und saßen kurze Zeit später beim Frühstück. Draußen hatte es nun angefangen zu regnen, so das wir uns diesmal etwas mehr Zeit beim Frühstück gelassen hatten. Als wir gegen 09:15Uhr den Essensaal verließen hatte es aufgehört zu regnen und es lockerte etwas auf. Wir warteten noch ca. eine Stunde bevor wir uns auf den Weg nach Sa Calobra machten. Die Straßen waren mitleiweile wieder abgetrocknet und die Sonne kam auch langsam durch die Wolkendecke gekrochen. Diesmal ging es auf sehr kleinen Nebenstraßen, wir wollten Inca und den Verkehr umfahren, erneut hoch zur Tankstelle in der Nähe vom Kloster Llucc. Als ich den Aufstieg geschafft hatte, wartete ich erneut oben auf Jörg, der allerdings ließ nicht lange auf sich warten und kam mit einem Lächeln im Gesicht oben an. Kein Vergleich zum 2. Tag als er völlig erschöpft und kaputt den Aufstieg bewältigt hatte. Jörg brauchte noch nicht mal eine Pause und so fuhren wir weiter Richtung Sa Calobra. Diesen Teil der Strecke kannten wir schon von unserer Königsetappe her und erreichte bald die Abzweigung nach Sa Calobra. Beide dachten wir nun geht es steil und in Schlangenlinien hinunter. Doch wir mussten fP4160278eststellen, dass es nun erst einmal weiter 3 Km steil bergauf hoch zum Coll dels Reis ging. Ab da ging es nur bergab. Nach ca, 1Km fuhren wir durch einen Torbogen und glaubten unseren Augen nicht zu trauen. Was wir hier sahen, hatten wir noch nie gesehen bzw erwartet. Wir sahen tief unter uns eine geschlängelte Straßen die kein Ende zu nehmen schienen. Wir fuhren vorsichtig die nicht enden wollenden Serpentine hinunter. Es war einfach unglaublich schön, aber der Gedanke diese Strecke wieder hochzufahren war ziemlich furchterregend. Nach einer endlosen Zeit und gut 10Km erreichten wir die Bucht von Sa Calobra. Hier begaben wir uns in ein Cafè um uns mit einem Kaffee und 2 Stück Kuchen für den Wiederaufstieg zu stärken. Dann war es soweit. Der Berg rief Jörg und ich fuhren gemeinsam los, doch schon nach kurzer Zeit musste er sich zurückfallen lassen. Aber auch ich ließ es etwas langsamer angehen, da es ein langer und sehr beschwerlicher Aufstieg war. Ich wurde von vielen Radfahren überholt. Hier schien sich die Creme dela Creme von Radfahren zu treffen. Aber auch ich überholte den ein oder anderen Radfahrer und erreichte nach 48Minuten den Gipfel des Coll dels Reis erneut. Völlig durchgeschwitzt wartete ich auf Jörg, der diesmal etwas länger also sonst auf sich warten ließ. Aber kein Wunder bei der Strecke!!! Kurzes Erinnerungsphoto dann zogen wir unsere Windjacken an und es ging erneut bergab und Richtung Port de Polenca wo wir die Abfahrt vom Kloster Llucc noch einmal genossen bevor es an der Küste zurück ins Hotel ging. Laut Plan stand noch ein Koppellauf auf dem Programm, aber angesichts der Stecke heute und meiner nicht vorhandenen Verpflegung auf der Rückfahrt, ließen wir den Lauf ausfallen. Genug getan hatten wir alle mal heute!!!

7. Freitag 17.04.2015 (Bike: 146,5Km, 2242HM, 6:02Std.)

07 RadstreckeHeute war der letzte Tag auf dem Rad, da es morgen schon wieder Richtung Heimat ging.P4170304 Der Plan sah eine wundervolle Strecke über Inca, Alaro Orient und Bunyola nach Sollèr vor. Diese Strecke war ich bereits vor 3 Jahren mit Wolfgang gefahren und es war eine der schönsten Strecken. Allerdings musste ich die Strecke am heutigen Tag allein fahren. Jörg hatte sich die letzten Tage eine so große Blase am Po zugezogen, das es ihm unmöglich war noch einmal ein paar Stunden auf dem Rad zu sitzen. So verließ ich bei schönstem Sonnenschein das Hotel Viva Blue Richtung Inca. Hier war wieder sehr viel Verkehr und ich war froh als ich die Stadt wieder verlassen konnte um mich auf Nebenstraßen Richtung Orient zu bewegen. Kurz hinter Alaro wurde es richtig bergig und anstrengend. Diesen steilen Teil der Strecke hatte ich gar nicht mehr im Kopf und kämpfte mich den Berg hinauf. Die Strecke schien bekannt zu sein, denn ich traf hier auf sehr viele Radfahrer. Als ich den Ort Orient erreicht hatte, es war ein nicht zu vernachlässigter Anstieg ging es nach einem kurzen Flachstück noch einmal bergauf, dann aber kam die Abfahrt hinunter nach Bunyola. Hier traf sich irgendwie alles was zwei Räder hatte. Der Ort war voll von Radfahrern. Ich bog rechts Richtung Sollèr ab und stand kurze Zeit später erneut vor einem Anstieg. Autos durften den Tunnel zur 7Km entfernten Stadt Sollèr nutzen. Radfahrer mussten die Serpentine über den Berg nehmen und somit einen Umweg von weiteren 7Km in Kauf nehmen. Aber aP4170318uch diesen Berg meisterte ich mit noch recht frischen Beinen und kam nach einer gefährlichen Abfahrt, hier waren die Kurven der Serpentin sehr eng, in Sollèr an. Nun stand mir die 12,5Km lange Anfahrt zum Puig Major bevor. Vor 3 Tagen noch mit Jörg von oben runter gerast, ging es nun im Schneckentempo nach oben. Über eine Stunde benötigte ich zum Gipfel um den unbeschreiblich schönen Ausblick zu genießen. Ich hielt mich aber nicht lange auf und fuhr gleich weiter wo ich kurze Zeit später entlang des Stausees Torrent de Gorg Blau fuhr. Ich passierte die Kreuzung nach Sa Calobra und fuhr weiter Richtung Kloster Llucc. Nun hatte ich das schlimmste überstanden und fand mich schon bald nach rasanter Abfahrt in Port de Polenca wieder. Hier ging es mit ein wenig Rückenwind schnell nach Alcudia und ab ins Hotel Viva Blue, wo mich Jörg schon erwartete. Er hatte Tagsüber eine Schwimmeinheit sowie einen lockeren Lauf gemacht. Da es noch früh am Nachmittag war und die Sonne schien, legten wir uns noch an den Pool und genossen die Sonne. Es war unsere letzte Abend und so gingen wir nach dem Abendessen noch einmal an den Strand um es uns im Erste Hilfe Turm ein Stündchen gemütlich zu machen. Dann war auch der letzte Abend vorbei.

8. Tag Samstag 187.04.2015

Heute war Abreisetag. Aber auch diesen letzten Tag wollten wir nicht ohne sportliche Aktivität beginnen und waren gegen 7:00Uhr auf in Richtung Alcudia. Ein letztes Mal wollten wir unsere Laufrunde bis zum Hafen und zurück entlang an der Strandpromenade genießen. Anschließend machten wir uns ein letztes Mal über das üppige Frühstück her und hatten nach dem Koffer packen und auschecken aus dem Hotel noch knapp ein Stunde Zeit. Diese verbrachten wir in der Sonne am Pool. Der Rückflug war unspektakulär und wir landeten pünktlich gegen 17:15Uhr in Hamburg.

 Fotos findet ihr hier