Vierlanden Triathlon 2015

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Name Swim
T1 Bike
T2 Run
Gesamt  IMG 2261
Ges. 1. AK35  1 Andreas Raelert 0:24:35 0:01:09 01:55:17 0:01:16 1:10:31 3:32:47
Ges. 6  AK35  6 Timo Ziegenbein 0:35:33 0:02:09 2:11:15 0:01:24 1:21:20 4:09:15
Ges. 44, AK50 12 Jörn Oltmann 0:40:33 0:04:05 2:28:16 0:03:28 1:36:11 4:52:31
 

IMG 2253So nun sind es gerade erst 15 Tage her seit ich einen der schwersten Triathlons weltweit bestritten habe und nun stand ich schon wieder an der Startlinie eines Triathlons. Diesmal aber nicht über 3500Km entfernt von zu Hause sondern gleich „um die Ecke“ beim Vierlanden Triathlon. Eine Woche nach Lanzarote hatte ich überhaupt nichts gemacht, während ich in der zweiten Woche langsam wieder angefangen bin. Klar war ich noch nicht 100%tig regeneriert, aber es sollte ein Wettkampf aus dem Training heraus werden. So fuhr ich am Samstag dem Tag vor dem Wettkampf mit Thomas noch eine etwas größere 135Km Rad Runde. Als ich am Sonntagmorgen aufstand, strahlte die Sonne vom blauen Himmel und meine Beine fühlten sich wie Blei an. Lang wohl doch an dem Tempo was Thomas am Vortag vorgelegt hatte. Gegen 7:40Uhr kam ich am Hohendeicher See, dem Start- Zielgelände an und traf gleich auf Timo. Auch er ist immer rechtzeitig vor Ort. Weiterhin nahmen noch Achim, Ulrike und Claudia an der Mitteldistanz teil, während Joachim sich an die Olympischen Distanz wagte. Es ist eigentlich immer so,Swim 1 wenn ich mich nicht auf einen Wettkampf richtig fokussiere geht immer irgendetwas schief. Diesmal verlor ich meine Startnummer kurz nach der Startnummernausgabe und musste mir eine provisorische Startnummer geben lassen. Nachdem einchecken der Räder und der kurzen Vorbereitung der Wechselzone ging es Richtung Schwimmstart. Das Wetter war immer noch sehr schön mit etwas frischen 15°C, aber die Sonne wärmte schon ordentlich. Die Wassertemperatur betrug 17,4°C was doch recht frisch war. Ich zog ein paar kurze Bahnen zum einschwimmen, dann ging es um 9:00Uhr los. Wir waren etwa 180 Athleten über die Mitteldistanz und so hielt sich das Gedränge in Grenzen, selbst als wir nach knapp 200m die erste Wendeboje erreichten. Ich war recht locker drauf und fand schnell mein gewohntes „langsames“ Schwimmtempo. Nach einer 500m kurzen Runde gab es einen kleinen Landgang um dann auf die zweite ca 1,5Km lange Runde zu gehen. An die Wassertemperatur hatte ich mich schnell gewöhnt und so zog ich meine Bahn. Nach gut 40min stieg ich völlig entspannt aus dem Wasser, ging gemütlich zu meinem Wechselplatz, trocknete mich ab, zog meine Radschuhe an, klönte noch kurz mit Thomas der am Zaun stand und mir zu schaute. Richtig entspannt mal ohne Zeitdruck. Dann ging es auf die Radstrecke entlang am Deich. 4 Runden a ca 5Km waren zu absolvieren. Als ich aufs Rad stieg und losfuhr sah ich fast niemanden vor mir. Seltsam war ich so langsam. Egal, ich nahm die Aeroposition ein und los ging es. Ohne großen Druck auf den Pedalen fuhr ich gemütlich aber doch recht zügig los. Nach knapp 3,5Km kam mir schon der erste run 1Radfahrer entgegen. OK es war Andreas Raelert, er hatte kurzfristig hier gemeldet. Letztes Jahr ist er hier noch über die Olympischdistanz in der Regionalliga gestartet. Nach einigen Kilometern sah ich dann auch endlich mal ein paar Radfahrer in meine Richtung fahren und kurz vor dem Wendepunkt sammelte ich die ersten auch schon ein. Als ich die erste Runde geschafft hatte, standen Thomas und einige andere  am Wendepunkt und feuerten uns an. Bei Km 25 hatte „Andy“ mich dann überrundet und zog mit kräftigen Druck auf den Pedalen an mir vorbei. Wow was für eine Leistung! Kurz vor dem Wendepunkt der zweiten Runde überholte ich Achim bevor ich nach Ende der zweiten Runde auch Ulricke einsammelte die eine super Zeit geschwommen war. All die ganze Zeit bin ich meinem lockeren Fahrstil treu geblieben und meine Beine dankten es mir. Der Wind frischte von Runde zu Runde auf, was man an der Durchschnittsgeschwindigkeit merkte. Da ich so gut wie die ganze Zeit in der Aeroposition verharrte, bekam ich in der letzten Runde etwas Rückenschmerzen und war froh das Rad endlich abstellen zu können. Kurz vorher allerdings überholte ich noch Claudia, was mir allerdings erst beim laufen aufgefallen war. Erneut lies ich mir viel Zeit in der Wechselzone, legte sogar noch meinen Neo vernünftig über die Stange bevor ich mich auf die letzten 20Km, die ebenfalle in 4 Runden zu absolvieren waren, begab. Die Beine fühlten sich gut an und ich lief etwas unter meinem Wohlfühltempo. Die erste Runde verging wie im Fluge und schon befand ich mich auf der zweiten Runde. Das Wetter war immer noch prächtig und nur ab und an verschwand die Sonne hinter den Wolken. Da es sich um eine Wendepunktstrecke handelte, traf ich mehrmals auf Timo, der weit vor mir lang, sowie auf Ulrike, Claudia und Achim. Auch Joachim kam mir zweimal entgegen, er allerdings hatte nur 2 Runden zu laufen. So zogen sich die Kilometer hin ohne das ich groß an Kräften verlor oder das irgendetwas passierte. Die letzten 1-2Km legte ich dann noch einmal etwas zu, überholte noch ein paar Athleten der Mitteldistanz und lief recht locker ins Ziel wo Timo und Joachim schon mit einem alkoholfreiem Weizenbier standen. Ich wartete noch auf Achim, gratulierte allen für die super Leistungen und machte mich ca. 30min später schon auf den Heimweg.

Fazit: So schlecht ist dieser Triathlon gar nicht. Und als Vorbereitungswettkampf so direkt vor der Türe optimal. Ich denke ich werde 2016 erneut hier sein!

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