Challenge ROTH 2015 (Race the Legend)

logo challenge roth 2 Name Swim
T1 Bike
T2 Run
Gesamt  start nr cr 2015
Jörn Oltmann 1:20:00 0:03:03 5:24:26 0:02:28 3:47:38 10:37:33
Thomas Rother 1:10:10 0:07:09 5:50:20 0:05:08 4:44:27 11:57:14
Jörg Bantin 1:20:12 0:04:53 6:19:20 0:04:35 4:18:58 12:07:56
Achim Grzonka  1:24:40 0:07:18 6:29:12 0:04:47 6:04:02 14:09:57

IMG 2362Es war wieder soweit, die nächste Langdistanz stand bevor. Ein Jahr ist es nun her, als sich Thomas R., Achim G., mein IRON-Doc und ich uns entschieden haben bei der Challenge Roth IMG 2376zu starten. Das größte Triathlon Fest auf der Welt. Nachdem ich am Mittwochvormittag vor dem Rennen noch eine kleine Radrunde gefahren bin, fuhr ich am Nachmittag mit meinem WoMo Richtung Roth. Das Rad vom IRON-Doc hatte ich schon dabei, er selbst konnte erst mir Achim am Freitag anreisen. Ich kam bis Fulda wo ich auf einem ruhigen Parkplatz übernachtete. Am nächsten Tag gegen Mittag kam ich dann in Hilpoltstein (Heuberg) an und schlug mein Lager, wie vor 4 Jahren auf der Wiese beim Gasthof Burgblick auf. Am Nachmittag ging es dann bei leichtem Nieselregen und kühlen 16Grad mit dem Rad zur Expo nach Roth wo ich auch meine Startunterlagen abholte. Als ich am Abend wieder zurück kam, lief ich noch einmal 40min zügig am Kanal entlang. Dann war der Tag auch schon zu Ende.

Freitag 10. Juli 2015

IMG 2398IMG 2405Nach einer sehr ruhigen Nacht Frühstückte ich bei strahlendem Sonnenschein draußen vor dem WoMo. Ein herrlicher Tag sollte es heute werden. Ich wollte den Vormittag nutzen um noch einmal aufs Rad zu steigen und den Solarer Berg hinauf fahren der nur wenige Kilometer von hier entfernt war. Ich fuhr knapp eine Stunde bzw 30Km und legte mich anschließende faul in die Sonne. Marion und Thomas, die gestern angereist waren und in „Spalt“ übernachteten, hatten sich für den Nachmittag mit Kuchen bei mir angemeldet. Ich kochte leckeren Kaffee und so warteten wir gemeinsam auf Achim, seine Freundin Lale und Jörg. Die ließen sich leider etwas Zeit, da die Autobahnen recht voll waren und kamen erst gegen 18:00Uhr am Gasthaus Burgblick an. Wir packten die Sachen von Jörg ins WoMo und aßen alle gemeinsam zu Abend im Gasthaus Burgblick. Anschließend fuhren die vier gemeinsam in die Pension nach Spalt. Jörg und ich wir machten es uns gemütlich und saßen noch eine Weile vor dem WoMo bevor wir ins Bett gingen.

Samstag 11. Juli 2015

Erneut schien am Morgen die Sonne vom strahlend blauen als Jörg und ich unter freiem Himmel Frühstückten. Heute mussten wir die Startunterlagen für Jörg abholen und so schlenderte ich ein weiteres Mal, über die Expo. Für den Nachmittag hatten wir uns für 16:00Uhr mit Thomas zum Bike Check-In verabredet. Achim hatte sich „ausgeklinkt“, da er sich mit seinen Eltern treffen wollte. Wir checkten die Räder ein, beobachteten das regen treiben und begaben uns wieder zurück zum WoMo wo Jörg und ich den Abend ruhig verbrachten, während Thomas zurück nach Spalt fuhr.

Sonntag 12. Juli 2015 RACEDAY

IMG 2469Wir stellten den Wecker auf 5:00Uhr, aber wie immer war ich schon vor dem klingeln wach. Der Ablauf am Morgen vor einem wichtigen Rennen war immer der gleiche. 1 Pott Kaffee, 2 Scheiben Weissbrot mit Marmelade und Nutella und einmal auf den „Pott“. Dann konnten wir los. Unseren Klamotten hatten wir schon am Vortag zusammen gepackt. Da der Weg zum Schwimmstart nur knapp 10min dauerte, waren wir schon gegen 6:15Uhr in der Wechselzone. Thomas und Achim hatten wir gleich getroffen, da unsere Räder direkt nebeneinander standen. Während die drei sich den Start der Profis anschauten war ich schon wieder auf dem Dixi. Die Wettervorhersage für den Renntag heute perfekt. Sonne pur, 28-30 Grad und leichter Wind. Schon jetzt brannte die Sonne vom blauen Himmel. Einfach super, endlich mal ein Rennen bei dem ich nicht frieren musste!!!. Wir zogen uns in Ruhe um und machten noch ein paar Bilder von uns. Dann wurde es langsam Ernst. Unsere Startgruppe war die Nr. 12 um 7:40Uhr. Langsam und ohne Hektik gingen wir in den Startbereich und durften sofort nachdem die Startgruppe vor uns los war ins Wasser. Nun hatten wir genau noch 5 Min bis zum Start. Das Wasser mit seinen ca. 22,8Grad war sehr angenehm. Ich schwamm zur Startlinie und sah das sich fast alle der 200 Starter rechts aufhielten, so das ich mich nach links in Richtung Mitte des Kanals platzierte und dann auch noch in die erste Reihe. Egal hinter mir befanden sich nur eine Handvoll Athleten. Dann der Startschuss!!! Ich lies es erst einmal locker angehen, damit ich nicht gleich wieder in Sauerstoffmangel kam. Wie erwartet blieb das hauen und stechen aus und so konnte ich ruhig und entspannt Schwimmen. Einfach herrlich. Es passte irgendwie alles. Das Wetter, die Wassertemperatur, kein Gedrängel und ich fühlte mich gut. Ich achtete auf eine saubere Schwimmtechnik und zog sogar an einigen Schwimmern vorbei. Der erste Wendepunkt war schneller erreicht als ich dachte und schon ging es zurück. Hier hatte ich vor 4 Jahren Kevin am Ufer gesehen, der mich fast bist zum Wechsel damals begleitet hatte. Der Rückweg zog sich dann doch etwas hin, aber ich versuchte weiterhin mit einer einigermaßen guten Technik zu schwimmen und hatte mehr Kraft als sonst für das Schwimmen aufgewendet. Das musste einfach eine gute Schwimmzeit werden. Als ich endlich den Schwimmausstieg erreicht hatte, wurde mir aus dem Wasser geholfen und ich lief Richtung Radbeutel den ich auf dem Weg zum Wechselzelt deponieren musste. Ein kurzer Blick auf die Uhr zeigte mir eine super Schwimmzeit von 1:20Std. (gut für meine Verhältnisse). Leider lief ich an meinem Radbeutel vorbei, so dass ich wieder umdrehen und einige Meter zurück laufen musste. Dabei sah ich Jörg der an mir vorbei lief. Wow, wir waren Zeitgleich aus dem Wasser gekommen. Ich lief ins Zelt, zog meinen Neo aus und meine Radschuhe an und lief weiter. Alles andere wurde von den Helfern erledigt. TOP!. Am Rad angekommen zeigte sich mir ein seltenes Bild. Mein Rad stand nicht alleine da, sondern die Räder von Jörg und Achim waren auch noch da. Motiviert von dem Ereignis setzte ich meinen Helm auf, band mir die Startnummer um und schnappte mein Rad. Nun hieß es so schnell wie möglich Thomas „einzufangen“. Ich ließ es aber wie beim Schwimmen erneut langsam angehen, nahm ein Gel zu mir und hörte ein wenig in meinen Körper. Klar jetzt am Anfang waren die Beine noch frisch und ich musste mich ein wenig bremsen. Es machte einfach Spaß. Lange ist es her das ich gleich auf den ersten Kilometern auf dem Rad nicht gefroren habe. Ich sammelte viele Athleten nach und nach ein, wobei 2-3 Athleten hartnäckig waren und sich nicht abschütteln ließen. Die neue Regel beim erwischten Windschattenfahren nicht nur eine 5minütige Zeitstrafe zu bekommen sondern auch einen extra Kilometer zu laufen schien zu fruchten. Ich jedenfalls sah kaum jemanden auf der Strecke „lutschen“. In der ersten Runde nach Greding hatten wir den noch leichten Wind im Rücken und es ging ein ganze Weile mit Tempo > 45Km/h. Dann kam der Kalvarienberg. Ein kleiner Anstieg von gut 2 Km den ich gute meisterte. Noch lief es prima, aber von Thomas noch keine Spur. Kurz hinter dem Kalvarienberg wurde ich dann von Nils Frommhold, dem Spitzenreiter der Profis und einigen Fernsehteam überholt. Kurz vor dem Solarer Berg kam dann erst die zweite Gruppe der Profis. In Hilpoltstein angekommen ging es mit Gänsehaut pur den Solarer Berg hinauf. Fantastische, unbeschreibliche Stimmung hier. Es folgten noch weitere 15-20Km dann fuhr icherneut am Schwimmstart vorbei und es ging auf die zweiten Runde. IMG 2471Der Wind hatte inzwischen ordentlich zugelegt und norddeutsche Verhältnisse angenommen. Dann bekam ich auf einmal Magenprobleme. Das ISO Getränk bekam ich nicht mehr runter und Wasser ging auch nicht mehr. Na toll. Ich hatte noch gut 80Km zu fahren und jetzt schon Probleme mit der Versorgung. Ich quetschte mir ein letztes Mal ein Gel rein und hoffte es bis zur 2ten Wechselzone zu schaffen. Die Fahrt nach Greding war diesmal noch schneller als in der ersten Runde, da der Wind aufgefrischt hatte. Ich versuchte immer mal wieder einen kleinen Schluck Wasser zu mir zu nehmen um nicht zu dehydrieren. Der Kalvarienberg klappte erneut recht gut während es anschließend doch recht windig und anstrengend war. Es kam erneut der Solarer Berg, der dieses Mal aber schon merklich weniger Stimmung hatte, da die meisten Zuschauer wohl schon Richtung Roth bzw. Laufstrecke waren. Es ging ein letztes Mal am Schwimmstart vorbei und ab in die zweite Wechselzone. Dies wurde auch Zeit, da ich einen riesigen Durst auf Cola hatte. Ich gab mein Rad ab ergriff mein Kleiderbeutel und war der Meinung im vorbeilaufen den Kleiderbeutel von Thomas gesehen zu haben. Hm ich musste mich wohl getäuscht haben. Im Zelt ging dann alles ganz schnell und schon war ich auf der Laufstrecke. Leider gab es in der 2ten Wechselzone keine Cola und so musste ich die ersten 2Km ohne auskommen. Da meine Magenprobleme immer noch nicht weg waren, hatte ich mich entschlossen den ganzen Marathon über nur Cola zu trinken und hoffte damit über die Runden zu kommen. An der ersten Versorgungsstation nahm ich dann gleich mehrere Becher Cola. Boah das tat gut. Anschließend musste ich noch einmal kurz „pipi“ dann ging es auf zur Lände. Ich hatte vor 5min/Km zu laufen bzw. 3:30Std. für den Marathon. Aber schon gleich merkte ich, das ich auf dem Rad zu viele Körner verprasst hatte und das Tempo nicht laufen konnte. An der Lände gab es dann die zweite Portion Cola um dann den unendlich langen, staubigen und geraden Weg am Kanal Richtung Schwanstedten zu laufen. Es lief sich aber ganz gut und der Kanal war noch einigermaßen leer. In Schwanstedten dann das nächste Stimmungsnest bevor es zurück zu Lände ging. Thomas hatte ich bisher immer noch nicht gesehen und ich machte mir langsam Sorgen. Oder hatte ich tatsächlich den Kleiderbeutel von Thomas gesehen? Die Auflösung lies nicht lange auf sich warten. Bei Km 17 kam mir Thomas entgegen. Ich musste ihn irgendwo auf der Radstrecke überholt haben ohne es zu bemerken. Wir grüßten uns kurz, dann ging es weiter. Hier am Kanal war es „muckelig“ warm und neben dem Cola Konsum schüttete ich mir immer wieder kühlendes Wasser über den Kopf. Gut 2Km später kam mir Jörg entgegen. Er sah noch ganz gut aus und befand sich ca. 4Km hinter Thomas. Das wir eine enge Kiste zwischen den beiden. Am Lände erneut angekommen, fingen die Oberschenkel nun langsam an zu brennen. Die Hälfte der Laufstrecke war nun geschafft. Nun ging es Richtung Eckersrmühlen und ich war froh die Laufstrecke nun zu kennen. Die Gehpausen an den Versorgungsstationen wurden nun etwas länger aber ich lief immer wieder an und konnte das Tempo dann bis zur nächsten Station halten. Thomas kam mir erneut bei Km 33 entgegen während ich Jörg nicht mehr gesehen hatte. Auch Achim erblickte ich seit dem Schwimmstart nicht mehr und hoffte das es ihm gut geht. Ein drittes Mal an der Lände angekommen durfte ich wieder Richtung Roth laufen. Nun wurden die Beine immer schwerer aber trotz allem lief ich die kurze Steigung in Roth ohne zu gehen hoch. Nun noch einmal durch die Innenstadt von Roth und dann hatte ich es schon fast geschafft. Vor 4 Jahren hatte ich hier noch einmal richtig Gas gegeben da ich die 10:37Std. unbedingt schaffen wollte. Am heutigen Tag war die Zeit zweitrangig. Ich hätte noch anziehen können, wollte aber diesmal den Zieleinlauf genießen. Damit im Zielkanal nicht mehreren Athleten vor mir liefen, überholte ich noch ein paar und genoss den anschließenden Zieleinlauf. Geschafft, die zweite Langdistanz dieses Jahr war in trockenen Tüchern J. Ich ließ mir die Medaille umhängen und begab mich ins Athleten Zelt. Hier gab es erst einmal ein paar Becher Cola bevor ich nebenan im Duschcontainer unter die heiße Dusche verschwand. Wie ich über unseren internen Whatsapp Chat erfahren hatte benötigten Thomas und Jörg noch ca. eine Stunde, so dass ich noch Zeit hatte mich massieren zu lassen. Dann wartete ich im Zielbereich auf die beiden. Jörg hatte Thomas bei KM 25 ein- und überholt, büßte diese Führung wegen Wadenkrämpfe aber bei KM 36 wieder ein. So empfing ich Thomas als ersten und wenige Augenblicke später Jörg im Ziel. Während sich beide versorgten begab ich mich zu Marion und Lale. Doch der Hunger trieb mich kurze Zeit später zurück zu den beiden. Achim war immer noch auf der Strecke doch schien es ihm den Umständen entsprechend gut zu gehen. Während Thomas zu Marion ging empfingen Jörg und ich noch Achim im Ziel. Da es schon recht spät war und das Stadion sich für die Finishline Party füllte, blieben wir im Stadion, während Achim sich nach der Versorgung auf zu Lale, Marion und Thomas machte. Leider war das Stadion so voll, das wir nicht gemeinsam zusammen stehen konnten und die Finishline Party genießen konnten. Zum Schluss gab es ein riesen Feuerwerk dann begaben wir uns zur Wechselzone um die Räder zu holen und mit dem Shuttel Bus zurück zum Schwimmstart zu fahren. An der Wechselzone trafen wir wieder auf Thomas und Achim die auf der suche nach ihren Rädern waren. Jörg und ich kamen gegen 1:00Uhr am WoMo an und fielen kurze Zeit später erschöpft ins Bett.
Am nächsten Morgen hieß es dann nur noch Frühstücken, zusammen packen und ab nach Hause wo wir Abends gegen 19:30Uhr glücklich und zufrieden ankamen!!!

UrkundeRoth 2015IMG 2474 IMG 2513 IMG 2525

Die 4 glücklichen Finisher der Challenge ROTH 2015 (Race the Legend)

Fazit: Roth ist wirklich ein schöner und vor allem entspannter Wettkampf. Man merkt, das die ganze Region hinter dieser Veranstaltung steht. Der Solarer Berg ist der Hammer und die Laufstrecke am Kanal kam mir dieses Jahr auch nicht so schlimm vor. Da Eve aus Florida 2016 auch in Roth starten möchte, habe ich meine Planung für 2016 geändert und versuche mit Thomas erneut einen Startplatz für Roth zu ergattern. Hoffen wir das dies klappt und ich zusammen mit Eve & Thomas 2016 in Roth erneut starten darf.

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