Photo 2017 06 17 10 49 00 5363 sDie Vätternrundan ist die größte Amateurfahrradtour der Welt. Am Wochenende vor dem Mittsommernachtsfest nehmen tausende Radfahrer die Herausforderung an, den sechstgrößten See Europas, den Vättersee, zu umrunden. Start und Ziel der 300 km langen Radtour liegen in Motala. Dieses einzigartige Erlebnis lockt jährlich Teilnehmer aus 35 verschiedenen Ländern an.

Tachoangaben: 301,88Km, Zeit: 9:50:42Std., Schnitt 30,66Km/h, Max 61,2Km/h

Photo 2017 06 15 08 35 51 5318 sDas heutige Event führte Thomas, Felix, Dirk und mich hoch in den Norden nach Schweden. Genauer gesagt nach Motala zur „Vätternrundan. Nach 2008 nun das zweite Mal. Los ging es am Donnerstagmorgen gegen 8:30Uhr. Über Puttgarden, Helsigborg, Jönköbing fuhren wir nach Motala. Geplante Ankunft war 19:00Uhr und ich hatte mal wieder exakt geplant. Reserviert hatte ich einen Stellplatz ohne Strom beim Campingplatz Z-Camping, ca. 2Km vom Start entfernt. Da wir von der Fahrt ausgehungert waren und Dirk leckeres Fleisch und Würstchen besorgt hatte, war die erste Aktion Grill anschmeißen. Erst danach richteten wir unseren Platz ein. Nachdem wir gesättigt waren machten wir noch einen Spaziergang am nahe gelegenen Vätternsee. Gegen 23Uhr vielen wir dann ins Bett.

Am nächsten Morgen war ich der erste der Aufstand um an der Rezeption Brötchen zu holen. Photo 2017 06 15 19 10 33 5331 sAls ich zurück kam war der Rest schon wach und der Frühstückstisch schon fast fertig gedeckt. Das Wetter war bewölkt aber sehr mild und so genossen wir das Frühstück unter freiem Himmel. Anschließend fuhren wir mit den Rädern ins Zentrum von Motala, wo wir die Startunterlagen abholten. Auf dem Rückweg fuhren wir noch etwas am See entlang und waren gerade rechtzeitig am WoMo als es anfing zu regnen. Mist hatte die „Wetter App“ doch recht gehabt. Laut App sollte es bis in den Abend regnen. Unser Start war um 20:32Uhr angesetzt, so das wir noch genügend Zeit hatten eine riesige Portion Nudel zu essen und eine Runde „Malefitz“ zu spielen:-) Danach noch eine Stunde ausgeruht, dann machten wir uns fertig. Der Regen hatte zum Glück aufgehört und so rollten wir um20:00Uhr zum Start. Hier wurden alle 2Min. ca. 50 Radfahrer auf die Strecke geschickt. Es gab 3 Startreihen wo jeweils immer die Startzeit angezeigt bzw. runtergezählt wurde. Dann waren wir an der P6160011 sReihe. Die ersten Kilometer fuhr ein Motorrad vorweg, dann war die Strecke freigegeben. Wir ließen es erst einmal locker angehen und rollten im Feld mit. Unterhielten uns mit dem einen oder andern und so vergingen die ersten knapp 50Km bis zur ersten Versorgungsstation recht schnell. Dort angekommen, wurden die Flaschen aufgefüllt und eine Kleinigkeit gegessen. Unsere „Gruppe“ ist natürlich bei diesem Stopp auseinandergefallen, und so fuhren wir erst einmal alleine los. Allerdings fanden wir schnell eine Gruppe und schlossen uns ihr an. Allerdings machte ein ständiger Geschwindigkeitswechsel die Gruppe sehr unruhig. Und so war es nicht überraschend als auf einmal ein großes Geschrei aufkam und mehrere Leute stürzten. P6160002 sIch konnte gerade noch meinem Vordermann ausweichen, sonst hätte es auch mich erwischt. Keine 200m später rollten wir in die zweite Verpflegungsstation. Auch hier wieder, Flaschen füllen, „Pipi“ machen und weiter ging es. Erneut fuhren wir alleine los. Dirk und ich fuhren vorn so das sich Felix und Thomas etwas ausruhen konnten. Es dauerte allerdings nicht lange, und es schloss sich diesmal eine große Gruppe uns an. Dirk und ich machten vorn ordentlich Tempo. Aber abschütteln kann man seine Verfolger so natürlich nicht. Da musste schon ein Anstieg kommen. Und der kam dann auch kurz vor Jöngköbing. Dirk und ich ließen es krachen und „sprengten“ die Gruppe. Allerdings hatte wir auch Thomas und Felix verloren, so das wir wieder etwas Tempo rausnahmen. Es wurde langsam immer dunkler und merklich kühler. Nachdem wir Jöngköbing hinter uns gelassen haben wurde es etwas hügeliger und nun war es auch fast dunkel. Wir suchten uns immer wieder eine Gruppe der wir uns anschließen konnten. Da ich keine eigene Verpflegung auf dem Rad mitgenommen hatte und es nur Brötchen, Bananen und Salzgurken gab, bekam ich langsam Hunger und hatte schon Angst einen „Hungerast“ zu bekommen. Hat dann aber doch noch bis Heijo gereicht, wo es warmes Essen gab. Hier machten wir ca. ½ Std. Pause. Ich aß 3 Teller Lasagne sowie einen Teller Müsli mit Joghurt. Dann ging es weiter. Langsam wurde es wieder hell und es bildete sich Nebel. Der Abstand zwischen den Versorgungsstationen wurde immer geringer, so dass wir eine Versorgungsstation ausließen, da wir eine Photo 2017 06 17 07 38 35 5361 sschnelle Gruppe gefunden hatte. Die Sonne stieg immer höher und es bildetet sich immer dichterer Nebel, so das die Sonne nicht mehr zu sehen war. Es wurde so feucht, dass sich Wassertropfen am Rad und auf der Brille bildetet. Da wir eine schnelle Gruppe gefunden hatten wollte wir diese bis ins Ziel nun begleiten. So fuhren wir gemeinsam in die letzte Versorgungsstation und achteten darauf diese mit der Gruppe, es waren übrigens nur 3 Fahrer, zusammen verließen. Was dann auch geklappt hatte. Da wir in der letzten Zeit fast nur im Windschatten gefahren sind, fühlte ich mich sehr gut und auch die Müdigkeit hielt sich in Grenzen. Dann endlich fuhren wir in Motala ein. Es war noch vor 8:00Uhr morgens, aber es waren schon, oder noch viele Leute auf den Beinen. Leider hatte sich der Nebel immer noch nicht verzogen und so war die Zieleinfahrt nicht ganz so schön. Kaum im Ziel suchten wir die Verpflegung auf, stärkten uns kurz und fuhren mit den Rädern die 2 Km zum Campingplatz um eine heiße Dusche zu nehmen. Wir hatte sogar das Glück das die Sauna an war und wir noch einen kleinen Saunagang machen konnten. Als wir fertig geduscht waren kam auch die Sonne raus und Thomas, Dirk und ich fuhren noch einmal Richtung Zielbereich. Felix war fix und fertig und legte sich schlafen. Im Zielbereich hielten wir uns noch ca. 2 Std auf um anschließend ein Handtuch und Badesachen vom WoMo zu holen um uns an den nahen gelegenen See in die Sonne zu legen. Kaum lagen Dirk und ich flach, fielen auch die Augen für kurze Zeit zu. Danach noch ein kleines Bad im Vätternsee und der Grillabend am WoMo konnte beginnen. Wie bei der Ankunft hatte wir noch leckeres Fleisch und Würsten vom Schlachter aus dem Freihafen. Als wir „Kugelrund“ und satt waren machten wir noch einen kleinen Sparziergang und setzten uns für ein „Abschiedsbierchen“ in eine Bar mit Seeblick. Dann war auch für uns der Tag zu Ende.

Photo 2017 06 16 10 58 35 5346 sPhoto 2017 06 15 21 11 00 5339 sPhoto 2017 06 16 11 13 49 5352 sPhoto 2017 06 15 21 10 45 5335 sPhoto 2017 06 16 10 58 53 5349 s

Am nächsten Morgen ging alles recht fix. Frühstück, Aufräumen und zusammenpacken, dann ging pünktlich gegen 10 Uhr los Richtung Heimat wo wir gegen 19:30Uhr eintrafen.

Photo 2017 06 17 13 15 58 5366 s

Fazit: War schon eine tolle und sehr gut organisierte Veranstaltung. Zu vier macht es viel Spaß und mit dem Wetter hatten wir so Glück im Unglück. Allerdings ist es schon eine ganz schön weite Strecke. Und ob ich diese noch ein drittes Mal fahren würde kann ich heute noch nicht sagen. Zu empfehlen ist die Vätternrundan  jedenfalls!!!

Hier geht zur Homepage vom Veranstalter