IRONMAN Hamburg 2018

Platz     AK           Name          Run1       WZ1              Bike          WZ2          Run2          Gesamt     

731      35      Jörn Oltmann     0:27:17    0:03:27          5:02:17   0:04:17        3:57:18    9:34:34Std.

Ergebnisse


Startnr IM HHDer IRONMAN Hamburg. Letztes Jahr noch als Zuschauer und „Supporter“ dabei, dieses Jahr als Athlet. Kann man sich ja nicht nehmen lassen einen IRONMAN direkt vor der Haustüre! Während meine Tria-Kollegen alle vor 3 Wochen in Roth gestartet waren, hatte ich mich frühzeitig für Hamburg entschieden. Aber es musste kommen wie ich es schon vor zwei Jahren prognostiziert hatte. Nachdem wir die letzten 2 Wochen fast durchgehend über 30°C und Sonnenschein in Hamburg hatten, haben sich die Blaualgen IMG 7071in der Alster explosionsartig vermehrt. Und so hatte die Stadt Hamburg am Donnerstagabend vor dem Wettkampfwochenende das Schwimmen in der Alster verboten! Der IRONMAN wurde kurzfristig zum Duathlon (6Km Run 180KM Bike, 42,195Km Run). Was soll’s ich versuchte das beste daraus zu machen. Irgendwie war das alles eine komplett neue Erfahrung für mich. Samstagnachmittag mal eben kurz in die Stadt gefahren, Rad eingecheckt und wieder nach Hause gefahren. Super angenehme Nacht gehabt (OK könnte auch daran gelegen haben das wir nicht Schwimmen durften) und dann am Sonntag morgen rechtzeitig in die Stadt gefahren und das Auto in der Tiefgarage der Fa. geparkt. Alles sehr easy. Anschließend noch das Rad in der Wechselzone fertig gemacht schon stand ich am Start. Der Start war um 7:15Uhr und wie beim Schwimmen ein „Rolling Start“. Alle 3 Sekunden wurden 5 Läufer auf die 6Km (kurze) Strecke geschickt. So bin ich dann gegen 7:20Uhr ins Rennen gegangen. Ich bin recht zügig unterwegs gewesen, hatte aber zu keiner Zeit das Gefühl zu schnell zu sein. Als ich in die Wechselzone kam war es ein sehr ungewohntes Bild, denn die Wechselzone war noch komplett voll mit Rädern. Kein Wunder, früh gestartet und zügig gelaufen :-). Da wie Wechselzone am Ballindamm war und gut 500m lang, ließ ich meine Radschuhe am Rad und lief über dem nassen Teppich zum meinem Rad (es hatte am Samstagnachmittag geregnet). Die nassen Socken hatte ich eingeplant, da sie beim Radfahren nicht störten und bis zum Lauf wieder trocken sein sollten. Dann ging es aufs Rad und Richtung Deich. Kurz vor Rothenburgsort gab es dann noch einmal eine ca. 200m lange Pflasterstein Strecke die leider nicht in der Wettkampfbesprechung erwähnt wurde. So fuhr ich ungebremst dort hinein und dachte kurz mein Rad fällt auseinander!!! Viele Athleten verloren dort ihre Flachen, Schläuche oder Werkzeug. Anschließend ging es am Deich weiter. Auch hier war während der ersten Radrunde alles anders als sonst. Ich überholte auf den ersten 30Km nicht einen einzigen Athleten, sondern wurde ab und an überholt, was natürlich wieder an der guten Laufleistung bzw. dem frühen Start geschuldet war. Entgegen meinen ganzen Befürchtungen machte das Radfahren am Deich viel Spaß, was allerdings wohl auch an dem nicht vorhandenem Wind lag. Schnell war die erste Runde Ohne Titelgeschafft und ich fuhr wieder über die Kennedybrücke und hoch zum Fernsehturm wo der Wendepunkt war. Hier mitten in der Stadt war wieder richtig etwas los, während es „draußen“ am Deich fast einsam war. Nur „Trude“ und einige Camper vom Campingplatz Ortkaaten hatten sich am Deich zusammengefunden. Auf der zweiten Radrunde war es dann etwas voller und die ersten Windschatten Gruppen hatten sich gebildet. Schade das es immer wieder solche Athleten gibt. Ich hatte mir zwar auch einen Athleten gesucht der ein ziemlich hohes Tempo vorgab, aber den Windschattenabstand hielt ich immer ein! So aber hatte ich eine „Zugmaschine“ was sich dann auch nach dem Radsplit gezeigt hatte. Nur etwas über 5 Stunden!!! In der 2ten Wechselzone dann der fatale Fehler. Ich ließ die Schuhe erneut am Rad und lief über den nassen Teppich zu meinen Laufschuhen. So stieg ich dann mit nassen Socken in die Schuhe und lief los. Die Laufstrecke ist schon echt cool in Hamburg, entlang an Jungfernstieg raus zur Außenalster. Das laufen lief ganz gut und ich versuchte nicht zu schnell das ganze anzugehen, wollte den Marathon aber schon unter 4 Stunden laufen. Die erste Runde war schnell geschafft. Nun aber hatte ich ein leichtes StechenRun 2 unter dem Fuß als wenn ein kleiner Stein in der Socke wäre. Da es nicht besser wurde hielt ich auf der 2ten Laufrunde kurz an, setzte mich auf die Bank und zog Schuh und Socke aus. Leider musste ich feststellen, dass der geglaubte Stein eine Blase war :-( Klar mit nassen Socken in die Schuhe, da habe ich bisher immer Blasen bekommen. Aber was sollte ich machen, Socken und Schuh wieder an und versuchen die letzte 30Km den Schmerz zu verdrängen und durchzuhalten. Zwei Supporter traf ich dann doch noch an der Strecke. Thomas R. tauchte auf einmal auf und begleitete mich ab und an ein Stück mit dem Rad. Und meine Schwester ließ es sich auch nicht nehmen und stand schon seit 13:00Uhr an der Laufstrecke! Fast wie früher vor ca. 10 Jahren als alles anfing. Ab der 3te Laufrunde fing ich dann an bei den Versorgungsstationen zu gehen. Einerseits um nicht alles zu verschütten und andererseits brauchte ich die kurzen Pausen. Aber es lief gar nicht so schlecht wie erwartet. Da mittlerweile der ganze Körper schmerzte, viel die Blase am Fuß kaum mehr auf. Nach etwa 35Km fing dann mein rechter Wadenmuskel an zu krampfen. Immer wieder musste ich die Wade dehnen bzw. gehpausen einlegen. Aber klar, nachdem die Blase am Fuß schmerzte hatte ich unbewusst eine Schonhaltung beim Laufen angenommen. Das dies über eine Marathondistanz nicht klappt war klar. So schleppte ich mich dann, zum Glück laufend ins Ziel und war froh es geschafft zu haben. Hier nahmen mich dann gleich Thomas und mein Schwesterchen in Empfang. Nach kurzen Smalltalk verschwand Thomas und ich stärkte mich im Athletengarden. Anschließend saßen mein Schwesterchen und ich noch einen Augenblick auf der Tribüne im Zielbereich dann ging es ab nach Hause!

Fazit: Ich bin zwar kein guter Schwimmer, aber in die Außenalster wäre ich gern geschwommen. Auch der Radkurs war garnicht so schlecht und die Laufstrecke sowie so der Hammer. Nur denke ich das es nicht der letzte Duathlon in Hamburg gewesen ist. Wohl auch deshalb haben meine Tria-Kollegen und ich uns entschieden 2019 wieder in Kopenhagen zu starten!