Col du Galibier, 37,17Km, 2:10:29Std., 17,1Km/h Schnitt, 1017Hm, 199Watt Schnitt

IMG 2098Am nächsten Tag ging es gleich nach dem Frühstück in Richtung Col du Galibier und zum Campingplatz Municipal, welcher nur knapp 50Km entfern lag. Dort kamen wir recht früh gegen 11:00Uhr an. Der Campingplatz lag sehr einsam in einer Nebenstraße nun war sehr spärlich ausgestattet. Das Wetter am heutigen Tag war alles andere als freundlich. Stark bewölkt, recht frisch und ab und an leichter Nieselregen. Aber laut Plan hatten wir nur heute Zeit für die Auffahrt zum Col du Galibier. Also machten wir uns, es hatte zum Glück aufgehört zu regnen, auf den Weg. Die ersten 9Km bis zur Abzweigung zum Col waren auf einer recht viel befahrenen Straße und machten nicht wirklich Spaß. Allerdings waren die Steigungsprozente mit 3-6% recht moderat. An der Abzweigung Richtung Col du Galibier wurde es dann ruhiger und die Aussicht schöner. Allerdings zogen nun langsam Regenwolken auf und es wurde mit jedem Höhenmeter immer kälter. Normalerweise entledigt man sich der Kleidung, wenn man einenIMG 2099 Berg hochfährt. Hier war es nun genau andersrum. Auf der Hälfte der Strecke hielt ich an und zog mir eine Windjacke über. Es wurde immer kälte und auf den letzten 2-3Km fing es dann auch noch an zu regnen. Aber jetzt aufgeben kurz vor dem Ziel. Dies war keine Option. Es war jetzt sehr ungemütlich und kalt und der letzte Kilometer dann mit 10-11% auch noch recht anspruchsvoll. Als ich auf dem „Gipfel“erreichte, es waren hier oben nun 6°C, zog ich mir sofort meine durchschwitzten und nassen Klamotten aus und etwas trockenes an. Nachdem Dirk kurze Zeit später ankam, machten wir noch ein paar Erinnerungsfotos und überlegten kurz ob wir, so war der Plan, auf der anderen Seite hinunter zum Ort La Charmette fahren sollten. Aber angesichts des Wetters, es regnete immer noch, war dies keine Option und so machten wir uns gleich wieder auf den Rückweg. Leider hatten wir keine langen Hosen und Handschuhe an, so dass die Kälte uns richtig zusetzte. Es war so kalt, dass die Oberschenkel fast krampften und man kaum die Bremsen betätigen konnte. Auch mussten wir sehr vorsichtig hinunterfahren, da die Straßen sehr nass und rutschig waren. Aber zum Glück wurde es mit jedem Meter, den wir hinunterfuhren, etwas wärmer. Der „Aufstieg“ dauert 1:40Std., während wir vom Col du Galibier bis zum Campingplatz nur 30min benötigten. Unten angekommen, gab es erst einmal eine heiße Dusche! Nach einem heißen Tee und etwas Essen kam sogar wieder die Sonne etwas hervor, so das Dirk und ich noch einmal die Gegend rund um den Campingplatz erkundeten. Bekannt war der Campingplatz als „Basislager“ für Wanderungen. Und das hatte einen guten Grund. Denn den Wanderweg, den wir ein Stück gegangen waren, war spektakulär und lud nach mehr ein. Aber leider ließ es unsere Planung nicht zu.

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