Neuseenman Triathlon 2023
Mitteldistanz

Aufgrund der Wassertemperatur von 15.2°C SWIM von 1,9 km auf 1,5 km verkürzt
| Start-Nr. | Platz | Platz AK |
Name | Swim |
T1 | Bike |
T2 | Run |
Ges. |
| 1204 | 164 | 9 | Jörn Oltmann | 34:57 | 5:59 | 2:44:00 | 1:08 | 1:36:39 | 5:02:45 |
Tachoangaben: 93,08Km; Zeit: 2:44:36Std.; Schnitt:34,1m/h; Max. 46,7Km/h
Ergebnisliste M/W URKUNDE Ergebnisliste AK

So nun ist es wieder so weit, die Triathlon Saison 2023 geht los. Und es geht gleich richtig los. Ferropolis, die „Stadt aus Eisen“ lädt zum Neuseenman. 2010 also 13 Jahre ist es her, dass ich das erste Mal in Ferropolis war. Damals hieß es noch „ITT Ferropolis Triathlon“ aber sonst war alles gleich. Aber fangen wir von vorn an.
Da der Triathlon nach dem „Himmelfahrt Wochenende“ war, fuhr ich schon Donnerstagnachmittag los. Übernachtete in Salzwedel und erreichte gegen Mittag Ferropolis. Hier hatte ich mir einen Platz bis Montag reservieren lassen, der direkt am Gremmier See lag. Da ich Freitag Urlaub hatte, erkundete ich die „Stadt aus Eisen“ ein wenig. War schon sehr beeindruckend die alten „Kohlebagger“ zu bestaunen. Am späten Nachmittag fuhr ich dann noch einmal die Radstrecke ab. Am Samstag schaute ich mir den Sprint- sowie Olympischen Triathlon an. Die Athleten taten mir ein bisschen leid, das Wetter war mit 15 Grad sehr kühl und windig und das Wasser hatte ebenso nur 15Grad. Deshalb beschloss ich kurzfristig am Nachmittag noch einmal ins Wasser zu gehen, um zu sehen, WIE kalt es sich anfühlt. Und es war SEHR kalt, so dass ich nach 5min schon wieder draußen war. Das konnte ja interessant werden morgen dachte ich. Aber zum Glück sollte das Wetter „umschlagen“ und Sonne mit bis zu 27Grad werden. Kaum vorstellbar.
Race Day:

Start für den Triathlon war 10:00Uhr. Meine Nacht war, ich habe wohl zu viel an das kalte Wasser gedacht, sehr unruhig. Da die Wechselzone zum Einchecken der Räder nur 50m entfernt von meinem Platz war und gegen 07:00Uhr schon öffnete, war ich einer der ersten die das Rad eingecheckt haben. Anschließend gab es ein kleines Frühstück um dann die Wechselzone, welche sich rasch füllte, einzurichten. Das Wetter hatte sich tatsächlich komplett gedreht. Strahlend blauer Himmel und angenehmen 17°C schon gegen 09:00Uhr.
Nach der Wettkampfbesprechung machte ich mich fertig und ging 20min. vor dem Start ins Wasser, um mich einzuschwimmen. Boah echt kalt, aber ich zwang mich etwas länger einzuschwimmen, da ich immer noch „Alp d`Huez“ im Kopf hatte (hier stand ich bei ähnlichen Wassertemperaturen kurz vor Aufgabe).
Dann ging es mit einem „Landstart“ auf die 1500m. Ja wegen der Wassertemperatur wurde die Schwimmstrecke von 1900m auf 1500m verkürzt.
Da ich keine „Bestzeit“ machen wollte und nur den Wettkampf genießen wollte, bin ich als einer der letzten ins Wasser gegangen. So bin ich den meisten Trubel aus dem Weg gegangen. Das Wasser war sehr klar und die Kälte ging jetzt so einigermaßen. Bei der ersten Wendeboje wurde es etwas eng, aber alles noch OK. Nach den ersten 750m kam ein kleiner Landgang und es ging auf die zweite Runde. Nun wurde mir aber langsam kalt und ich „zitterte“ mich die letzten 100 Meter an Land. Ein kurzer Blick zurück und ich stellte fest, das nur noch weniger Athleten hinter mir waren.
In der Wechselzone ließ ich es ruhig angehen. Da die Sonne schon ordentlich wärmte, ging es nur mit meinem Tri-Anzug auf die Radstrecke. Dieser war ein Rundkurs von30Km der komplett flach war und 3x zu durchfahren war. Ich fühlte mich super und es machte richtig Spaß auf der Strecke. Wie so oft machte ich nun einen Platz nach dem andern gut und überholte in den ersten beiden Runden einen Athleten nach dem anderen. Die letzte Runde war dann etwas ruhiger. Recht frisch und motiviert ging es dann in die zweite Wechselzone, die ich aber recht schnell in Richtung Laufstrecke verließ. Nun ging es am See entlang auf einer ca. 5Km Runde, die dann 4x zu durchlaufen war und man jedes Mal auch durch die Arena lief. Ich fühlte mich gute und lief ein gutes Tempo von ca. 5min/km. Leider hatte ich immer noch etwas Angst das meine Wade Probleme machen könnte und so horchte ich ständig in meinen Körper hinein. Es lief aber gut, leider nur bis KM 10. Dann machte sich auf einmal mein linker hinterer Oberschenkel bemerkbar. Dieser hatte mir schon im März Probleme gemacht. Ich ging auf Nummer sicher und wollte, auch wegen Roth, nichts riskieren. Also „drosselte“ ich mein Tempo und lief langsamer. Zwei Runden waren noch zu laufen. Bei jedem Schritt „horchte“ ich in mich hinein und konnte so leider nicht mehr den Rest der Strecke genießen. Schlussendlich hat der Oberschenkel gehalten und ich lief sehr entspannt nach etwas über 5 Std. ins Ziel.
Nach einer anschließenden Dusche machte ich es mir am WoMo bei einem kleinem BBQ noch etwas gemütlich. Am nächsten Tag ging es dann Stück für Stück über die Woche verteilt nach Fulda, wo ich mich mit Dirk am Freitag zum Röhnradmarathon in Bimbach treffen wollte.
Fazit: 13 Jahre war es nun her, dass ich das letzte Mal in Ferropolis war. Der Veranstalter hatte gewechselt, aber das Event und die Kulisse waren immer noch TOP. Leider ist Ferropolis nicht gleich und die Ecke, aber vielleicht komme ich noch einmal wieder.