08.09.2024 Kitzbueheler Radmarathon

216 Km , Zeit: 10:17:36Std. / 4600Hm


Urkunde08. September 2024 – ein Tag, der in Erinnerung bleibt. Inmitten der imposanten Bergwelt Tirols habe ich mich der Herausforderung des Kitzbüheler Radmarathons gestellt. Ein Rennen, das seinem Ruf mehr als gerecht wurde – fordernd, landschaftlich atemberaubend und mit einem Scharfrichter, der seinem Namen alle Ehre macht: dem Kitzbüheler Horn.

 Letzter Feinschliff im Allgäu
Eine Woche vor dem Rennen ging es zur Vorbereitung mit meinem langjährigen Radsport-Buddy Dirk ins Allgäu. Dort standen noch einige anspruchsvolle Touren auf dem Programm – perfektes Terrain, um die Beine für den bevorstehenden Marathon zu „härten“ und sich mental einzustimmen. (→ [Siehe Allgäu Radfahren])

Anreise & Wiedersehen in Kitzbühel
Am Donnerstag vor dem Rennen trafen wir uns mit Thomas Rother und Marion in Kitzbühel. Die beiden machten gerade Urlaub in der Region – ideal, um sich gemeinsam auf das Rennwochenende einzustimmen. Kitzbühel präsentierte sich spätsommerlich mild, die Stimmung war gut – aber die Nervosität stieg spürbar.

Der Marathon: 209 km – 4.600 Höhenmeter – 1 Ziel
Sonntagmorgen, 08.09.2024, 6:30 Uhr: Startschuss in Kitzbühel. Von Anfang an war klar – dieser Tag wird lang. Die Strecke führte über insgesamt 209 Kilometer und mehr als 4.600 Höhenmeter, verteilt auf zahlreiche Pässe:

  • Pass Thurn (1.273 m), Gerlos Pass (1.531 m),  Kerschbaumer Sattel (1.111 m) und ganz am Ende: das Kitzbüheler Horn (1.670 m)

Schon früh forderten uns die ersten Anstiege alles ab. Die landschaftlich großartige Strecke durch Tirols Täler und Höhen machte es zwar etwas leichter, aber jeder Pass war ein neuer Gegner. 
Finale Grande: Das Kitzbüheler Horn
Nach über 200 Kilometern in den Beinen stand der gefürchtete Schlussanstieg bevor: das Kitzbüheler Horn. Über die 7,4 km lange Mautstraße zum Alpenhaus mit einer maximalen Steigung von 22,4 % – der pure Wahnsinn. Kurz vor dem Einstieg legten wir noch einmal eine Pause ein. Dann ging es los. Dirk musste leider nach einem Kilometer abreißen lassen, während Thomas und ich im Schneckentempo das Horn erklommen. Jeder Tritt war ein Kampf gegen den inneren Schweinehund – aber aufgeben war keine Option. Oben angekommen, wartete bereits Marion auf uns – ein emotionaler Moment. Nur wenig später kam auch Dirk an. Komplett erschöpft, aber glücklich.

Kitzbuehl 3

Fazit: Schmerzen, Stolz und ein Platz im Gedächtnis
Der Kitzbüheler Radmarathon war eines der härtesten Rennen, das ich je gefahren bin – und eines der eindrucksvollsten. Die Kombination aus landschaftlicher Schönheit, sportlicher Herausforderung und der emotionalen Zielankunft am Horn macht dieses Event einzigartig.
Wer sich dem Kitzbüheler Radmarathon stellt, braucht Ausdauer, Mut – und ein bisschen Wahnsinn.